Deutscher Gewerkschaftsbund

06.06.2018
Tarifticker

Deutsches Rotes Kreuz: ver.di erzielt Tarifergebnis

Im bundesweiten Tarifkonflikt zwischen ver.di und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für die Beschäftigten im Geltungsbereich des DRK-Reformtarifvertrages haben die Tarifparteien ein Ergebnis erzielt. In der bereits vierten Verhandlungsrunde verständigten sich die Tarifparteien auf eine Entgelterhöhung von sieben bis 10,5 Prozent.

Rücken von Sanitäter mit Aufschrift Rotes Deutsches Kreuz

DGB/Oleksandr Lutsenko/123rf.com

Zunächst sieht der Tarifvertrag eine Einmalzahlung von 220 Euro für alle vor, auch für die Auszubildenden. Ab dem 1. Juli werden die Entgelte um durchschnittlich 2,88 Prozent erhöht. Ab dem 1. Mai 2019 folgt eine Steigerung um durchschnittlich 3,20 Prozent, und ab dem 1. April 2020 werden die Entgelte um durchschnittlich 1,93 Prozent erhöht.

Auszubildende erhalten ab dem 1. September 75 Euro mehr, ab dem 1. September 2019 weitere 75 Euro und ab dem 1. März 2020 noch einmal 25 Euro zusätzlich. Die Jahressonderzahlung für Auszubildende wird in diesem Jahr von 50 Prozent auf 75 Prozent erhöht, und im Jahr 2019 steigt sie dann auf 90 Prozent.

Die zuständigen Gremien müssen dem Tarifergebnis noch zustimmen. Die Gewerkschaft ver.di startet nun eine Abstimmung unter ihren Mitgliedern bis Mitte Juli. Bundesweit arbeiten beim DRK insgesamt rund 150.000 Menschen. Für rund 50.000 Beschäftigte gelten die zwischen ver.di und der Bundestarifgemeinschaft DRK tariflich vereinbarten Arbeits- und Entgeltbedingungen.

Zur Meldung


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Verhandlungen bei Lufthansa-Tochter LGW: ver.di startet Beschäftigtenbefragung
Auch die vierte Verhandlungsrunde für die 400 Kabinenbeschäftigten der Lufthansa Tochter Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), blieb ohne Ergebnis. Daher hat ver.di jetzt eine Tarifbefragung unter den Beschäftigten gestartet, um ihre Anliegen mit Nachdruck in die Verhandlungen einzubringen. ver.di fordert einen Tarifvertrag sowie Verbesserungen der Vergütung und der Einsatzbedingungen. weiterlesen …
Artikel
ver.di und Primark schließen ersten Gesundheitstarifvertrag ab
ver.di und die Modekette Primark haben den ersten Gesundheitstarifvertrag im deutschen Einzel-, Versand- und Onlinehandel abgeschlossen. Ziel ist es, Führungskräfte im Bereich von Maßnahmen zu qualifizieren, die die Gesundheit der Beschäftigten berücksichtigt und fördert. weiterlesen …
Artikel
Tarifverhandlungen für Filmschaffende: ver.di fordert klare Begrenzung der Tagesarbeitszeit
In der dritten Runde der Tarifverhandlungen für die 25.000 Filmschaffenden in Kino- und Fernsehfilmproduktionen zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband Produzentenallianz wurden ergebnislos vertagt. ver.di fordert unter anderem eine Erhöhung der Gagen um sechs Prozent sowie die Begrenzung der Tageshöchstarbeitszeit auf 12 Stunden. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten