Deutscher Gewerkschaftsbund

01.08.2007

Schwerbehinderte Arbeitnehmer dürfen nicht diskriminiert werden

Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber, mindestens fünf Prozent der Belegschaft mit schwerbehinderten MitarbeiterInnen zu besetzen. Das gilt bereits ab Betrieben mit 20 Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss zudem überprüfen, ob für freie Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen infrage kommen können. Schwerbehinderte haben zudem Anspruch auf fünf Arbeitstage Zusatzurlaub im Jahr.

Schwerbehinderten Mitarbeitern kann nur gekündigt werden, wenn das zuständige Integrationsamt vorher seine Zustimmung gegeben hat. In der Praxis stimmen die Integrationsämter dem Antrag meist zu - mit dem Argument, die Kündigung sei nicht ursächlich wegen der Behinderung erfolgt.

Zur Wahrung der besonderen Interessen der Schwerbehinderten gibt es die Schwerbehindertenvertretung. Sie ist gemeinsam mit dem Betriebsrat bei allen Maßnahmen zu beteiligen, die Schwerbehinderte betreffen.

Die gesetzlichen Regelungen für Schwerbehinderte Menschen: SGB IX


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Datei
Stellungnahme des DGB zum Entwurf eines Bundesteilhabegesetzes (BTHG)
Stellungnahme des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz – BTHG) anlässlich der Sachverständigenanhörung am 07. November 2016 im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales weiterlesen …
Pressemeldung
Antidiskriminierungsgesetz weiterentwickeln
Das Antidiskriminierungsgesetz AGG muss weiterentwickelt und um ein Verbandsklagerecht erweitert werden, fordert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. Zudem müssten mehr innerbetriebliche Beschwerdestellen, aber auch kommunale und regionale Beratungsstrukturen eingerichtet werden, um von Diskriminierung Betroffene zu unterstützen. Zur Pressemeldung
Artikel
Hannack:„Gleichbehandlungsgesetz hat unser Land voran gebracht“
Vor 10 Jahren wurde das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verabschiedet. "Es ist gut, dass es eine klare Gesetzgebung gibt, die Diskriminierung ahndet", sagt DGB-Vize Elke Hannack. Die damaligen Vorbehalte seien unbegründet gewesen – ähnlich den aktuellen Widerständen gegen ein Lohngerechtigkeitsgesetz. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten