Deutscher Gewerkschaftsbund

05.09.2017

Schwerbehinderte Arbeitnehmer dürfen nicht diskriminiert werden

Beschäftigung für schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Das Gesetz verpflichtet Arbeitgeber, mindestens fünf Prozent der Belegschaft mit schwerbehinderten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern zu besetzen. Das gilt bereits ab Betrieben mit 20 Beschäftigten. Der Arbeitgeber muss zudem überprüfen, ob für freie Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen infrage kommen können. Schwerbehinderte haben zudem Anspruch auf fünf Arbeitstage Zusatzurlaub im Jahr.

Schwerbehinderten Mitarbeitern kann nur gekündigt werden, wenn das zuständige Integrationsamt vorher seine Zustimmung erteilt hat. Die Integrationsämter dürfen die Zustimmung allerdings nur verweigern, wenn die Kündigung wegen der Behinderung erfolgen soll. Für die Praxis bedeutet dies, dass die Integrationsämter dem Antrag des Arbeitgebers auf Zustimmung zur Kündigung meist entsprechen.

Zur Wahrung der besonderen Interessen der Schwerbehinderten im Betrieb gibt es die Schwerbehindertenvertretung. Sie ist gemeinsam mit dem Betriebsrat bei allen Maßnahmen zu beteiligen, die Schwerbehinderte betreffen.

Die gesetzlichen Regelungen für Schwerbehinderte Menschen: SGB IX


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