Deutscher Gewerkschaftsbund

20.01.2017

Soziales Europa: EGB sieht "letzte Chance"

Am kommenden Montag wird EU-Kommissionspräsident Juncker die Pläne der Kommission zur "Säule sozialer Rechte" in der EU vorstellen. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) meint: Das ist wohl seine letzte Chance, weit verbreitete Ressentiments gegen die EU zu bekämpfen.

Schwarz-Weiß-Bild von EU-Kommissionspräsident Juncker mit Mikrofon in der Hand

flickr.com/Friends of Europe; CC BY 2.0; changes made

EGB: Juncker muss liefern, was er versprochen hat

Präsident Juncker sei bei seiner Wahl im EU-Parlament mit dem Versprechen angetreten, Europa fairer und sozialer zu machen, erklärte EGB-Generalsekretär Luca Visentini.

Mit den für Montag angekündigten, lang erwarteten Plänen zur "Säule sozialer Rechte" habe Juncker nun die Möglichkeit, "zu liefern, was er versprochen hat", so Visentini.

"Die Europäische Union hat jetzt die letzte Chance, etwas gegen die Wut der Arbeitnehmer gegenüber der EU zu tun." - EGB-Generalsekretär Luca Visentini

Der EGB habe auf europäischer Ebene alles in seiner Macht stehende getan, "die EU-Kommission davon zu überzeugen, dass sie sich ambitioniert und entschieden für die Rechte arbeitender Menschen einsetzen muss", sagte auch EGB-Vorstandsmitglied Esther Lynch.

"Jetzt muss sie ihr Versprechen eines sozialen Europas mit 'AAA-Rating' einlösen", so Lynch. Im Klartext: Statt nur auf die "Triple-A-Ratings" für die EU-Staaten auf den Finanzmärkten zu schauen, muss jetzt derselbe Fokus auf sozialen Rechten für die Bürgerinnen und Bürger liegen.


Die komplette Pressemitteilung des EGB (Englisch)

Beitrag von Esther Lynch auf "Gegenblende": Die letzte Gelegenheit ergreifen


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