Der Arbeitnehmerflügel der CDU macht sich für einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn stark. Dies geht aus dem Leitantrag des Bundesvorstandes der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) zur Bundestagung am 28./29. Mai in Berlin hervor. "Ein Schritt in die richtige Richtung", sagt DGB-Vorstand Claus Matecki.
DGB-Bundesvorstandsmitlgied Claus Matecki:
„Das Umdenken in Teilen der CDU beim Thema allgemeiner Mindestlohn ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dem längst überfälligen Rumreißen des Steuers müssen nun Taten der Regierungskoalition folgen, wobei die Höhe des allgemeinen Mindestlohns Existenz sichernd sein muss.
Zum Abbau der Ungleichgewichte in Europa bietet sich die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns nicht unter 8,50 Euro die Stunde geradezu an, da der Binnenmarkt angekurbelt würde. Darüber hinaus brauchen wir in Deutschland endlich Equal Pay, das heißt gleicher Lohn für gleiche Arbeit. 6,5 Millionen Beschäftigen im Niedriglohnbereich könnten durch Mindestlöhne und Equal Pay neue Perspektiven eröffnet werden und damit der falsche deutsche Weg der Niedriglohnstrategie in zukunftsfähigere Bahnen gelenkt werden.“