Deutscher Gewerkschaftsbund

08.03.2017
Tarifverhandlungen Systemgastronomie

DGB-Vize Hannack unterstützt Warnstreiks bei McDonald's

Das Angebot der Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen der Systemgastronomie würde für viele Mitarbeiter der Fast-Food-Ketten ein Gehalt nur ganz knapp über dem Mindestlohn bedeuten. Die Gewerkschaft NGG hat deshalb zu Warnstreiks aufgerufen. DGB-Vize Elke Hannack unterstützte die Kolleginnen und Kollegen bei McDonald's in Berlin vor Ort in ihrem Arbeitskampf.

Drei Demonstranten vor einer McDonalds-Filiale

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack unterstützte vor Ort den Warnstreik von McDonalds-Mitarbeitern vor einer Berliner Filiale der Fast-Food-Kette DGB

Seit Oktober 2016 verhandeln die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) über einen neuen Tarifvertrag für die rund 100.000 Beschäftigten, die bei McDonald’s, Burger King, Nordsee, Kentucky Fried Chicken, Pizza Hut, Autogrill und Starbucks arbeiten. Nachdem auch in der dritten Tarifrunde keine Einigung erzielt werden konnte, hat die NGG den Druck auf die Arbeitgeber erhöht und zu Warnstreiks aufgerufen.

"Sie betreten jetzt den Mindestlohn-Sektor"

Einer der Warnstreiks fand in einer Berliner McDonalds'-Filiale nahe dem ehemaligen deutsch-deutschen Grenzübergang "Checkpoint Charlie" statt. Mit dabei: DGB-Vize Elke Hannack. In Anspielung an die berühmten Grenzübergangsschilder am damaligen Checkpoint ("Achtung! Sie verlassen jetzt den amerikanischen Sektor") trugen die Warnstreikenden Schilder mit der Aufschrift: "Achtung! Sie betreten jetzt den Mindestlohn-Sektor". Denn das Arbeitgeberangebot in den Tarifverhandlungen nennt die NGG schlicht "läppisch": Die Mitarbeiter in der untersten Tarifgruppe sollen künftig mit drei Cent mehr als dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde abgespeist werden.

Transparent mit der Aufschrift: "Wir lieben es, fair bezahlt zu werden!"

DGB

Mann mit Schild "Achtung! Sie betreten jetzt den Mindestlohn-Sektor" vor einem Bild von Ronald McDonald an einer McDonald's-Filiale

DGB

Bisher gab es bundesweit 38 Warnstreiks, davon 25 in Berlin. "Wir werden den Druck weiterhin konstant hoch halten, bis uns ein akzeptables Angebot vorgelegt wird", sagte Guido Zeitler, der Verhandlungsführer der Gewerkschaft NGG.


Demonstranten vor einer Filiale von McDonald's

NGG

NGG kämpft für die Beschäftigten der Fast-Food-Ketten

In Deutschland kämpft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für besser Arbeitsbedingungen und Einkommen der Beschäftigten in der Systemgastronomie.

Mehr Infos zur aktuellen Tarifrunde


Nach oben

Systemgastronomie in den USA

Ar­bei­ten in die­sen Bur­ger-Re­stau­rants bald kei­ne Men­schen mehr?
Robert Hunter / flickr.com (CC BY 2.0, changes made)

Weitere Themen

Ex­tre­me Wit­te­rung: Was bei Un­wet­ter, Käl­te und Hit­ze im Job gilt
DGB/Wang Tom/123Rf.com
Extremes Wetter, ob im Sommer oder Winter, stellt Beschäftigte vor besondere Fragen: Wie heiß oder kalt darf es am Arbeitsplatz eigentlich sein? Sind kurze Hose und Flip Flops bei der Arbeit erlaubt? Und muss ich bei Unwetterwarnungen zur Arbeit? Der DGB-Rechtsschutz gibt Antworten.
weiterlesen …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

... ge­neh­mig­ten Ur­laub wie­der strei­chen?
DGB/siraphol/123rf.com
Der Urlaub wurde schon vor Wochen genehmigt, das Hotel ist gebucht, der Koffer so gut wie gepackt - und dann macht der Chef einen Rückzieher, weil ein großer Auftrag reingekommen oder ein Kollege krank geworden ist. Ist das erlaubt? Und kann er verlangen, dass ich im Notfall meinen Urlaub sogar abbreche?
weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten