Deutscher Gewerkschaftsbund

08.08.2017
einblick September 2017

Google Trends für GewerkschafterInnen

SmartUnion

Alphabet, die Google-Konzernmutter, wird sekündlich mächtiger und reicher. Die Daten, die der US-Riese vor allem mit den Google-Diensten einsammelt, sind der Rohstoff für viele Geschäftsmodelle. Doch Google stellt einen Teil der Daten auch der Öffentlichkeit zur Verfügung – zum Beispiel auf Google Trends. Wir zeigen, wie GewerkschafterInnen dieses Datentool für die politische Arbeit nutzen können.

Google Trends

trends.google.de

Was ist Google Trends?

Google Trends ist ein Seismograph für die aktuelle Lage. Das Tool zeigt, welche Themen die Menschen in den vergangenen 24 Stunden gesucht haben. Darüber kann auch recherchiert werden, wie Menschen sich über Jahre hinweg zu Suchbegriffen informiert haben. Google stellt Daten seit dem Jahr 2004 zur Verfügung. Eine erste Orientierung, was die Menschen momentan bewegt, gibt es unter „Aktuelle Trendthemen“: Skandale, Boulevardeskes und politische Topthemen listet Google nach Priorität auf. Es gibt die Möglichkeit, das Suchverhalten nach einzelnen oder mehreren Begriffen zu vergleichen. Zudem präsentiert die Seite ein Special zur Bundestagswahl 2017. Hier werden unter anderem die Suchanfragen zu den SpitzenkandidatInnen dargestellt und mit anderen themenverwandten Anfragen in Relation gesetzt.

Wie können GewerkschafterInnen Google Trends nutzen?

Betriebsratswahl

Die Suchanfragen zur Betriebsratswahl von 2010 bis 2014:
Das Interesse steigt rund sechs Monate vor der Wahl
trends.google.de

Das Tool bietet sowohl für die politische als auch die gewerkschaftliche Arbeit Potenzial. Unter anderem zeigt Google Trends, wie sich Menschen über Tarifkonflikte informieren. Auch bei der Konzeption von Kampagnen zu bestimmten Themen, hilft das Portal den richtigen Zeitpunkt abzupassen. So lässt sich etwa mit Blick auf die Betriebsratswahl erkennen, dass die Beschäftigte gut sechs Monate vor der Wahl beginnen, sich zu informieren. Das ergeben die Daten für die BR-Wahlen in der Vergangenheit (s. Abb.). Um die Daten aus 13 Jahren in Beziehung zueinander zu setzen, setzt Google den größten gemessenen Wert auf 100. Alle anderen Werte orientieren sich daran. Der Konzern gibt somit keine realen Zahlen zu Suchanfragen preis.


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Datenschutz und Google Trends

Die gute Nachricht mit Blick auf den Datenschutz: Google Trends kann auch ohne Google-Account genutzt werden. Für die allermeisten Funktionen muss man sich also nicht einloggen. Allerdings werden die Aktivitäten der NutzerInnen auf der Seite getrackt – mit Google Analytics.

https://trends.google.de/trends/


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