Deutscher Gewerkschaftsbund

02.03.2017
Tarifticker

Textil- und Bekleidungsindustrie West: Ergebnis in der dritten Runde erzielt

Die rund 100.000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie können sich auf mehr Geld freuen. IG Metall und Arbeitgeber einigten sich auf ein Ergebnis, das den Textilern Einmalzahlungen von insgesamt 320 Euro sowie ein zweistufiges Plus von insgesamt 4,4 Prozent sichert. Zudem gibt es mehr Urlaubsgeld und eine bessere Altersteilzeit.

Nachdem die Textilarbeitgeber die dritte Verhandlungsrunde in Saarlouis bereits abgebrochen hatten, konnten sich die Tarifparteien in einem erneuten Anlauf in der Nacht vom 1. auf den 2. März in Berlin auf ein positives Tarifergebnis einigen. Ohne den Druck von insgesamt 14.000 Warnstreikenden wäre ein Verhandlungsergebnis wohl nicht möglich gewesen.

Demnach bekommen die Beschäftigten ab dem 1. August 2017 2,7 Prozent mehr Geld und ab dem 1. September 2018 erhöhen sich die Entgelte um weitere 1,7 Prozent. Darüber hinaus gibt es monatliche Einmalzahlungen in Höhe von insgesamt 320 Euro. Auch für die Auszubildenden in der Textilindustrie gibt es mehr Geld. Ab dem 1. August bekommen alle Azubis 30 Euro mehr Geld und ab dem 1. September steigt die Ausbildungsvergütung um weitere 30 Euro.

Zudem vereinbarten die IG Metall und Arbeitgeber mehr Urlaubsgeld sowie eine bessere Altersteilzeit. Der neue Entgelt-Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und endet am 31. Januar 2019.

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