Deutscher Gewerkschaftsbund

24.11.2017
Tarifticker

Tarifrunde Holz und Kunststoff: Verhandlungen gestartet

Die ersten Verhandlungen für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Westfalen-Lippe und Niedersachsen/Bremen endeten ohne Ergebnis. Sowohl im niedersächsischen Melle bei Osnabrück als auch in Herford in Westfalen-Lippe wiesen die Arbeitgeber die Forderung der IG Metall zurück, ohne im Gegenzug ein eigenes Angebot abzugeben.

Die IG Metall fordert für die insgesamt rund 170.000 Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffindustrie, ähnlich wie in der Metall- und Elektrobranche, sechs Prozent mehr Geld.

Warnstreiks ab Januar möglich
Die nächste Verhandlung ist am 6. Dezember in Baden-Württemberg. Danach geht's in der zweiten Runde weiter in Niedersachsen/Bremen und in Westfallen-Lippe. Für beide Tarifgebiete werden die Verhandlungen am 14. Dezember in Melle, aber nicht zusammen geführt.

Ende Dezember laufen die bestehenden Entgelttarifverträge aus. In einigen Tarifgebieten endet die Friedenspflicht am 31. Dezember, in anderen erst im Februar. Ab 1. Januar sind in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen Warnstreiks möglich.

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