Deutscher Gewerkschaftsbund

12.12.2017
Tarifticker

ver.di: Streik in Adler Modemärkten

In 16 Adler Modemärkten wurde am 9. und 10. Dezember gestreikt. Mit den Arbeitsniederlegungen im Weihnachtsgeschäft reagierte die Gewerkschaft ver.di auf die monatelange Weigerung des Unternehmens, die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels anzuerkennen. Die Adler-Geschäftsführung hatte 2016 alle gültigen Tarifverträge für die Beschäftigten in den rund 150 Modemärkten gekündigt.

Kleidung auf Kleiderstange

© DGB/maramicado/123RF.com

„Der Abbau sämtlicher Sozialstandards bei den Adler Modemärkten ist ein Alarmzeichen.“
Cosimo-Damiano Quinto, ver.di-Unternehmensbetreuer

In 16 Adler Modemärkten in Deutschland wurde am 9. und 10. Dezember ganztägig gestreikt. Betroffen waren unter anderem die Modemärkte in Augsburg, Berlin-Ahrensfelde, Cottbus, Duisburg, Mönchengladbach, Neu Edingen und Salzgitter. Mit den Arbeitsniederlegungen im Weihnachtsgeschäft reagierte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) auf die monatelange Weigerung des Unternehmens, die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels anzuerkennen. Die Adler-Geschäftsführung hatte vor einem Jahr alle gültigen Tarifverträge für die Beschäftigten in den rund 150 Modemärkten gekündigt, neben dem Entgelt- und Manteltarifvertrag auch die Tarifverträge für vermögenswirksame Leistungen und zur Altersvorsorge.

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