Deutscher Gewerkschaftsbund

16.03.2016
Gender Pay Gap

Mindestlohn lässt die Lohnlücke schrumpfen

Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer

Ein kleiner Erfolg: Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern um ein Prozent gesunken. "Der Mindestlohn wirkt", sagt DGB-Vize Elke Hannack. "Dennoch bleibt viel zu tun". 21 Prozent Differenz sind immer noch viel zu viel - und die Politik muss endlich umsetzen, was im Koalitionsvertrag vereinbart wurde.

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DGB/Simone M. Neumann

Laut Statistischem Bundesamt ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von rund 22 auf 21 Prozent geschrumpft. Das resultiert unter anderem daraus, dass es bei ungelernten und angelernten Arbeiterinnen, die vom Mindestlohn betroffen sind, hohe Zuwächse gab. Im Schnitt verdienten Männer 2015 20,59 Euro brutto in der Stunde, Frauen 16,20 Euro. 

Zu den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack:

"Die Lohnlücke ist ein Prozent kleiner - der Mindestlohn wirkt. Dennoch bleibt viel zu tun: Wir brauchen endlich ein wirksames Lohngerechtigkeitsgesetz, damit die Unternehmen ihre Entgeltpraxis überprüfen und Frauen und Männer gleich bezahlen. Ebenso notwendig sind Rechtsansprüche auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung und auf befristete Teilzeit. Denn immer mehr Frauen sind berufstätig und viele von ihnen arbeiten Teilzeit, obwohl sie eigentlich einen Vollzeit-Job wollen. Die Bundesregierung muss die im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben endlich umsetzen."

 


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