Deutscher Gewerkschaftsbund

06.09.2018
Tarifticker

Verhandlungen mit Ryanair: Auch zweite Runde ohne Ergebnis

Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der Fluggesellschaft Ryanair verlief ohne Ergebnis. Die Tarifparteien waren am 5. September kurzfristig zu Verhandlungen für die rund 1.000 Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland zusammengekommen. Dabei ging es vorrangig um das Thema Leiharbeit. Ver.di fordert von Ryanair die unsicheren Arbeitsbedingungen dieser Beschäftigten abzustellen.

Boeing 737 der Ryanair

Foto: Bram Steeman - EI-FOT, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55796909

Ryanair hat in den Gesprächen zugesagt, weitreichende Übernahmeangebote an Leiharbeitnehmer/innen in Deutschland zu prüfen. Diesen Beschäftigten sei aber unter Umständen auch Kündigung oder Versetzung ins Europäische Ausland in Aussicht gestellt worden, falls dies nicht unter den vom Unternehmen vorgegebenen Bedingungen stattfinde. Über 600 der derzeit rund 1000 Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland sind als Leiharbeitnehmer beschäftigt. Zum Teil in langjährigen Kettenbefristungen, einige ohne Basisgehalt oder garantiertes Einkommen.

Auch weitere Komponenten der Verhandlung, in Fragen der Entgelterhöhung oder die Anwendung von nationalem Arbeitsrecht sind ohne Ergebnis geblieben, weil die Arbeitgeberseite an dem enttäuschenden Angebot der ersten Runde festgehalten hat.

Ryanair hat um Bedenkzeit bis Ende der Woche gebeten, um ihre Positionen zu überdenken. Ein nächster Verhandlungstermin wurde bislang nicht vereinbart.

Ver.di fordert unter anderem eine substantielle Entgelterhöhung für die Kabinenbeschäftigten. Dazu gehören unter anderem die Einführung eines Basisgehaltes für alle Flugbegleiter, die Erhöhung dieses Gehaltes und die Einführung einer Mindeststundengarantie.

Zur Meldung


Nach oben