DGB/Franka Bruns
Grundsatzangelegenheiten u. Gesellschaftspolitik
Internationale Gewerkschaftspolitik
Recht
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Personal
Barbara Susec, Büroleiterin
E-Mail: barbara.susec@dgb.de
Seit Mai 2002 ist Michael Sommer Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Der "studierte Malocher" wurde in der Postgewerkschaft groß und war maßgeblich an der Gründung von ver.di beteiligt.
Den am 17. Januar 1952 in Büderich geborenen Michael Sommer verschlug es früh nach Berlin, wo er seine Kindheit verbrachte und schließlich von 1971 bis 1980 sein Politologiestudium an der Freien Universität absolvierte. Um sich das Studium finanzieren zu können, arbeitete er im gleichen Zeitraum nebenbei bei der Post als Mitarbeiter in der Paket- und Eilzustellung. Geprägt durch diese Tätigkeit und verschiedene ehrenamtliche Gewerkschaftsfunktionen ergab sich das Thema seiner Diplomarbeit über die Privatisierung des Postpaketdienstes.
Nachdem er sein Studium 1980 mit einem Einser-Abschluss beendet hatte, widmete er sich als Dozent im Bildungszentrum Gladenbach und Sekretär des Bezirksvorstandes Bremen den Aufgaben der Deutschen Postgewerkschaft. 1982 wurde er Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Hauptvorstand der DPG. Nach einem dreimonatigem Studienaufenthalt in den USA übernahm er 1988 die Leitung der Abteilung für Vorstands- und Grundsatzangelegenheiten.
Von Oktober 1993 an war Sommer Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes und wurde vier Jahre später zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Er war für die Bereiche Finanzen, Vermögen, Personal, Publikationen und Werbung verantwortlich.
Mit der Gründung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di übernahm er dort im März 2001 die Position des stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Am 28.Mai 2002 trat er die Nachfolge von Dieter Schulte als Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes an, wobei ihm vom Bundeskongress mit 364 Stimmen von 387 abgegebenen Stimmen (94 Prozent) das Vertrauen ausgesprochen wurde. In diesem Amt wurde er zweimal bestätigt, zuletzt im Mai 2010 vom 19. Ordentlichen Bundeskongress mit 366 Ja-Stimmen (94,1 Prozent).
In seine Zuständigkeit fallen die Bereiche Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik, Internationale Gewerkschaftspolitik und Recht. Weiterhin zeichnet der DGB-Vorsitzende verantwortlich für die personellen Angelegenheiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes sowie für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Im Dezember 2004 wurde Michael Sommer zum ersten stellvertretenden Präsidenten des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG) gewählt. Im Oktober 2006 schloss sich der IBFG mit dem Weltverband der Arbeitnehmer und acht weiteren Gewerkschaften zum Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) zusammen. Der anschließende Gründungskongress wählte Michael Sommer zum ersten stellvertretenden IGB-Präsidenten. Am 25. Juni 2010 wurde er auf dem 2. IGB-Kongress in Vancouver zum Präsidenten des Internationalen Gewerkschaftsbundes gewählt.
Michael Sommer ist ein Familienmensch. Mit seiner Frau und Tochter lebt er im Südwesten Berlins. Entspannung findet der passionierte Hobbykoch vor allem bei klassischer Musik und bei täglichen Spaziergängen mit seinem Hund.
| Lebenslauf |
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| 17.1.1952 | geboren in Büderich, verheiratet, 1 Tochter |
| 1971-1980 | Politologiestudium an der Freien Universität (FU) Berlin (1977-1979 Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung) |
| 1971-1980 | Teilzeitbeschäftigter Postarbeiter (V) 51 in Berlin (Paket-und Eilzustellung) |
| seit 1971 | Mitglied Deutsche Postgewerkschaft (heute ver.di) |
| 1971-1980 | verschiedene ehrenamtliche Gewerkschaftsfunktionen |
| 1979 | Diplom an der FU Berlin; Politikwissenschaft (Diplomarbeit zum Thema „Privatisierung des Postpaketdienstes“) |
| 1980 | Dozent im Bildungszentrum der Deutschen Postgewerkschaft (DPG) in Gladenbach |
| 1981 | Sekretär des DPG-Bezirksvorstandes Bremen |
| 1982 | Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Hauptvorstand der DPG |
| 1987 | dreimonatiger Studienaufenthalt in den USA (Stipendium des German Marshall Fund of the USA) |
| 1988-1993 | Hauptabteilungsleiter Zentrale Angelegenheiten bzw. Leiter der Abteilung Vorstands- und Grundsatzangelegenheiten beim Hauptvorstand der DPG |
| seit Oktober 1993 | Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstandes der DPG |
| seit Oktober 1997 | Stellvertretender Vorsitzender der DPG |
| seit 18.03.2001 | Stellvertretender Bundesvorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ |
| 28.5.2002 | Wahl zum Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes |
| 10.12.2004 | Wahl zum ersten stellvertretenden Präsidenten des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG); Vorsitzender des IBFG-Lenkungsausschusses |
| 3.11.2006 | Wahl zum stellvertretenden Präsidenten des neu gegründeten Internationalen Gewerkschaftbundes (IGB) |
| 25.6.2010 | Wahl zum Präsidenten des Internationalen Gewerkschaftsbundes |
| 7.6.2011 | Wiederwahl in den Verwaltungsrat der Internationalen Arbeitsorganisation IAO (Mitglied seit 2008) |
| seit 1981 | Mitglied der SPD |
| Aufsichtsratsfunktionen: Deutsche Telekom AG |