Deutscher Gewerkschaftsbund

Betriebsratswahl 2018

Zahlen, Daten und Fakten zu Betriebsratswahlen

Slogan der DGB-Kampagne zur Betriebsratswahl 2018 auf rotem Grund mit Symbolen aus der Arbeitswelt: "Betriebsratswahl 2018. Betriebsräte kämpfen für Gute Arbeit"

DGB

Hier beantworten wir unter anderem folgende Fragen:

  • In wie vielen Betrieben wird bei der Betriebsratswahl 2018 gewählt?
  • Wie hoch ist die Wahlbeteiligung bei den Betriebsratswahlen?
  • Wie viele Mitglieder hat ein Betriebsrat?
  • Wie viele Betriebsräte sind Mitglied einer DGB-Gewerkschaft?

Die Antworten gibt's hier:

  • In wie vielen Betrieben wird gewählt?

    Vom 1. März bis zum 31. Mai 2018 sind die Beschäftigten in rund 28.000 Betrieben zu den Betriebsratswahlen aufgerufen.

  • Höchste Wahlbeteiligung aller Wahlen in Deutschland

    Die Betriebsratswahlen sind in Deutschland die Wahlen mit der höchsten Wahlbeteiligung. Zum Vergleich:

    Wahl Wahlbeteiligung
    Betriebsratswahl 2014* 76,9%
    Bundestagswahl 2017 76,2%
    Landtagswahl NRW 2017 65,2%
    Kommunalwahl Niedersachsen 2016 55,5%
    Europawahl 2014** 48,1%
    *aus dem Organisationsbereich von IG Metall, ver.di,
    IG BCE und NGG; **Wahlbeteiligung in Deutschland;
    Quellen: Hans-Böckler-Stiftung, Bundes- und Landes-
    wahlleiter
  • Wie viele Mitglieder haben Betriebsräte?

    Wie viele Mitglieder ein Betriebsrat hat, hängt von der Größe des Betriebes ab - genauer: Je mehr Beschäftigte in einem Betrieb arbeiten, desto mehr Mitglieder hat auch der Betriebsrat:

    Wahlberechtigte Beschäftigte Betriebsratsmitglieder
    5-20 1
    21-50 3
    51-100 5
    101-200 7
    201-400 9
    401-700 11
    701-1.000 13
    1.001-1.500 15
    1.501-2.000 17
    2.001-2.500 19
    2.501-3.000 21
    3.001-3.500 23
    3.501-4.000 25
    4.001-4.500 27
    4.501-5.000 29
    5.001-6.000 31
    6.001-7.000 33
    7.001-9.000 35


    In Betrieben mit mehr als 9.000 Arbeitnehmern erhöht sich die Zahl der Mitglieder des Betriebsrats für je angefangene weitere 3.000 Arbeitnehmer um 2 Mitglieder.

    Freistellung

    Laut Betriebsverfassungsgesetz werden in Betrieben ab 200 Beschäftigten einige Mitglieder des Betriebsrats von ihrer beruflichen Tätigkeit freigestellt. Sie können sich dann also voll und ganz um die Betriebsratsarbeit kümmern. Auch hier gilt: Je mehr Beschäftigte im Betrieb, desto mehr freigestellte Betriebsratsmitglieder:

    Wahlberechtigte Beschäftigte freigestellte
    Betriebsratsmitglieder
    200-500 1
    501-900 2
    901-1.500 3
    1.501-2.000 4
    2.001-3.000 5
    3.001-4.000 6
    4.001-5.000 7
    5.001-6.000 8
    6.001-7.000 9
    7.001-8.000 10
    8.001-9.000 11
    9.001-10.000 12

    In Betrieben mit über 10.000 Arbeitnehmern ist für je angefangene weitere 2.000 Arbeitnehmer ein weiteres Betriebsratsmitglied freizustellen.

  • Wie viele Betriebsräte sind Mitglied einer DGB-Gewerkschaft?

    Die DGB-Gewerkschaften bieten Betriebsrätinnen und Betriebsräten Unterstützung, ein professionelles Netzwerk für die betriebliche Mitbestimmung und jede Menge Erfahrung: Kein Wunder also, das der weit überwiegende Teil der Betriebsratsmitglieder Mitglied in einer DGB-Gewerkschaft ist:

    DGB/einblick

  • Ein Betriebsrat macht Betriebe produktiver

    Ein Zusammenhang deutete sich in statistischen Daten schon häufiger an – aber so klar wurde er noch nie belegt: Ein Betriebsrat steigert tatsächlich langfristig die Produktivität eines Unternehmens. Das zeigt eine Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle.

    Eine Frau und zwei Männer in einer Besprechung

    Colourbox.de

    Dass Unternehmen mit Betriebsrat im Schnitt produktiver sind, wurde schon in anderen Untersuchungen festgestellt. Unklar blieb allerdings bisher, ob in ohnehin bereits produktiven Unternehmen einfach häufiger ein Betriebsrat gewählt wird – oder, ob tatsächlich die Existenz des Betriebsrats die Produktivität steigert.

    25 Prozent Produktivitäts-Steigerung

    Zweiteres ist aus Sicht der Forscher des Leibniz-Instituts belegt, wie eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigt: Lediglich in den allerersten Jahren nach der Gründung eines Betriebsrats geht die Produktivität leicht zurück. Das hängt nach Meinung der Forscher damit zusammen, dass Betriebsräte oft in eher schwierigen wirtschaftlichen Situationen eines Unternehmens gegründet werden. Danach steigt die Produktivität aber stetig. 15 Jahre nach der Gründung eines Betriebsrats schließlich um stattliche 25 Prozent.


    LINK

    Die Ergebnisse im Detail: Böckler impuls 18/2015 - Mitsprache zahlt sich langfristig aus

  • Betriebe mit Betriebsrat sind innovativer

    DGB/einblick

    Betriebe mit Betriebsrat sind nachweislich innovativer als Betriebe ohne Betriebsrat. Während 78 Prozent der Betriebe mit Betriebsrat Produkte weiterentwickeln, sind es von den Betrieben ohne Betriebsrat nur 61 Prozent.

    (Untersuchungszeitraum: 2008-2010; Quelle: Hans-Böckler-Stiftung)

  • Beschäftigte mit Betriebsrat haben de facto mehr Urlaub

    DGB/einblick

    Fast 75 Prozent der Beschäftigten in Betrieben mit Betriebsrat schöpfen ihren jährlichen Urlaubsanspruch voll aus. In Betrieben ohne Betriebsrat sind es hingegen nur 63,6 Prozent.

  • Mit Betriebsrat wir deutlich mehr in Ausbildung investiert

    Hans-Böckler-Stiftung

    Betriebsräte sind nicht nur für Arbeiter und Angestellte, sondern auch für Lehrlinge da. Das Betriebsverfassungsgesetz gibt ihnen unter anderem das Recht, bei der Planung, Umsetzung und Überwachung von Ausbildungsabläufen mitzuwirken. Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat außerdem gezeigt: Wenn es einen Betriebsrat gibt, investieren Firmen mehr in die Ausbildung – und weniger
    Azubis wechseln nach der Lehre den Arbeitgeber.

  • In Betrieben mit Betriebsrat gibt es mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf

    Hans-Böckler-Stiftung

    Ein Betriebsrat steigert die Wahrscheinlichkeit, dass es im Betrieb Maßnmahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt.


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DGB-Newsletter einblick mit vielen Infos zur Betriebsratswahl

28.11.2017

einblick Dezember 2017 - Auf einen Blick

einblick Dezember 2017

Die aktuelle einblick-Ausgabe mit Links zu allen Beiträgen, Grafiken und Urteilen - und als pdf-Download. Die Themen: Acht-Stunden-Tag, Spezial zur Betriebsratswahl 2018, Interview mit Comedian Ingo Appelt, Urteile zur betrieblichen Mitbestimmung und SmartUnion.

einblick - Gesamte Ausgabe auf einen Blick

einblick - Gesamte Ausgabe auf einen Blick

Die einblick-Ausgabe Dezember 2017

Inhalte der Ausgabe


Spezial zur Betriebsratswahl 2018

Politik aktuell

Urteil

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Mitbestimmun 2017


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Aktuelles: Betriebsräte und Mitbestimmung

15.01.2019
Künst­li­che In­tel­li­genz: Hoff­mann for­dert Mit­be­stim­mungs­recht für Be­schäf­tig­te
Männlcihe Hand am Laptop mit eingeblendetem Netzwerk-Diagramm
DGB/everythingpossible/123rf.com
Der DGB hat ein Impulspapier zur Debatte um Künstliche Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt veröffentlicht. Leitmotiv des Papiers ist "Gute Arbeit by Design". Der DGB fordert ein generelles Initiativ- und Mitbestimmungsrecht der Beschäftigten bei der Nutzung personenbezogener Daten. "Es muss klar sein, dass KI nicht hinter dem Rücken der Beschäftigten eingesetzt wird, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann.
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13.12.2018
Kli­ma­kon­fe­renz in Kat­to­witz: "In­no­va­ti­on durch Mit­be­stim­mung"
Gruppe junger Menschen stehen lachend im Kreis und legen ihre Hände aufeinander
DGB/rawpixel/123rf.com
Welche Rolle spielt Mitbestimmung beim Klimaschutz? Dies diskutierte der DGB mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der Veranstaltung „Innovation durch Mitbestimmung“ während der 24. Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz. Entscheidend sei, dass Klimaschutz, Wohlstand und Gute Arbeit zusammengedacht werden, sagte DGB-Vorstand Stefan Körzell.
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06.12.2018
DGB be­grüßt Schutz für die Mit­be­stim­mung
Foto aus den Sitzreigen des Europäischen Parlaments mit Blick auf Rednerpult während Sitzung des Parlaments
Flickr.com / European Parliament (CC BY-NC-ND 2.0)
Der DGB begrüßt den Beschluss des Rechtsausschusses des EU-Parlaments zur Richtlinie in Bezug auf grenzüberschreitende Umwandlungen, Verschmelzungen und Spaltungen von Unternehmen. „Das Europäische Parlament hat damit bewiesen, dass es möglich ist, die Mobilität der Unternehmen zu verbessern, ohne die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verletzen“, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann.
Zur Pressemeldung

05.12.2018
Künst­li­che In­tel­li­genz: Bun­des­re­gie­rung muss Stra­te­gie nach­bes­sern
Bühne mit blauem Hintergrund; Bildschirm mit Text zu Künstlicher Intelligenz (KI) - Bild vom Digitalgipfel 2018 der Bundesregierung
flickr.com/bmvi_de (CC BY-ND 2.0)
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht bei der Strategie der Bundesregierung zur Künstlichen Intelligenz ("KI-Strategie") noch Nachbesserungsbedarf – vor allem bei der MItbestimmung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
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04.12.2018
Di­gi­ta­li­sie­rung: Be­schäf­tig­te sol­len mit­be­stim­men kön­nen
Finger tippt auf virtuelles Mail-Symbol
DGB/melpomen/123rf.com
Auf dem Digitalgipfel diskutiert die Bundesregierung mit Wirtschaft, Wissenschaft und gesellschaftlichen Gruppen, wie Deutschland die Chancen der Digitalisierung am besten nutzen kann. "Was in der ganzen Debatte viel zu kurz kommt, ist die Frage der Arbeitsbedingungen", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann gegenüber dem Tagesspiegel. Er fordert mehr Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte.
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