Deutscher Gewerkschaftsbund

07.11.2018
Steuerpolitische Eckpunkte des DGB

DGB-Steuerkonzept: Gerecht besteuern, in die Zukunft investieren

Ist es möglich, den Großteil der Bürgerinnen und Bürger steuerlich zu entlasten und gleichzeitig einen starken und handlungsfähigen Staat zu erhalten, der in die Zukunft investiert? Ja – mit dem DGB-Steuerkonzept.

Grafik einer Waage; auf der höheren Waagschale ein Haufen Münzen, auf der niedrigeren Waagschale Symbolbilder für "Investitionsprojekte" in Infrastruktur (z.B. Windräder)

AY-Produktion

Für eine gerechte Steuerpolitik

Zur Bundestagswahl 2017 haben die DGB-Gewerkschaften konkrete, durchgerechnete und belastbare Vorschläge für eine gerechtere Steuerpolitik vorgelegt - und einen Steuerrechner entwickelt, mit dem jede Steuerzahlerin und jeder Steuerzahler ganz leicht ausrechnen kann, was ihm oder ihr diese Vorschläge bringen.

Update 2019

Nun tritt am 1. Januar 2019 das Familienentlastungsgesetz in Kraft. Der DGB hat das zum Anlass genommen, seine Forderungen zum Einkommensteuertarif und zur steuerlichen Förderung von Kindern zu aktualisieren. Auch der Steuerrechner wurde entsprechend angepasst.

Das wollen die Gewerkschaften

Die Gewerkschaften fordern einen deutlich höheren Grundfreibetrag sowie einen höheren Spitzensteuersatz, den nur wirkliche Spitzenverdiener zahlen sollen. Der Kinderfreibetrag sollte zu Gunsten eines erhöhten Kindergeldes für alle Kinder abgeschafft werden.

Der DGB-Steuerrechner

Wieviel Steuern müssen Berufstätige künftig zahlen werden und was würde sich an der Steuerlast ändern, wenn die Gewerkschaftsforderungen umgesetzt würden? Mit unserem neuen DGB-Steuerrechner können Sie beide Zahlen annähernd exakt ermitteln.

Die Vorschläge des DGB: 95 Prozent werden entlastet

"Mit den steuerpolitischen Eckpunkten zur Bundestagswahl legen die DGB-Gewerkschaften konkrete, durchgerechnete und belastbare Vorschläge für eine gerechtere Steuerpolitik vor", sagte DGB-Vorstand Stefan Körzell bei der Vorstellung des Konzepts. "Wir zeigen, wie beispielsweise mit einem gerechteren Einkommensteuertarif mehr als 95 Prozent aller Haushalte entlastet und trotzdem die dringend notwendigen Aufgaben der öffentlichen Hand finanziert werden können. Vor allem erhöhen unsere Vorschläge die Finanzkraft der Kommunen, damit sie ihre Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger in ihren Gemeinden solide finanzieren können.

Wir verstecken uns dabei nicht hinter der wolkigen Formulierung, die 'Mitte' entlasten zu wollen, sondern benennen genau, wer mehr tragen soll und wer entlastet werden muss."

DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell

DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell DGB/Simone M. Neumann

"Die Gewerkschaften haben sowohl ein hohes Interesse an einem handlungsfähigen Staat als auch daran, die sehr ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums nicht aus dem Auge verlieren. Folglich treten wir konsequent für die Durchsetzung von mehr Steuergerechtigkeit ein." - DGB-Vorstand Stefan Körzell


DOWNLOAD

Die DGB-Stellungnahme zum Familienentlastungsgesetz ergänzt die Steuerpolitischen Eckpunkte des DGB zur Bundestagswahl 2017.

DGB-Stellungnahme zum Gesetzentwurf d.Bundesregierung Familienentlastungsgesetz (PDF, 228 kB)

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht für 2019 und 2020 Anpassungen des Einkommensteuertarifs und für 2019 eine Anhebung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrags vor. Der DGB lehnt die vorgesehenen Erhöhungsbeträge als unzureichend ab. Gefordert wird eine veränderte Struktur des Einkommensteuertarifs und der Wegfall des Kinderfreibetrags zu Gunsten eines für alle Kinder höheren Kindergeldes.


DGB-Steuerkonzept: Gerecht besteuern, in die Zukunft investieren (PDF, 8 MB)

Steuerpolitische Eckpunkte des DGB zur Bundestagswahl 2017

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