Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 182 - 30.10.2011

DGB begrüßt Mindestlohn-Debatte in der CDU

Zu der aktuellen Debatte innerhalb der CDU über die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns erklärte Michael Sommer, DGB-Vorsitzender, am Sonntag in Berlin:

„Der DGB begrüßt es, dass die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns auch in der CDU immer mehr Anhänger findet. Damit steigen die Chancen, dass wir noch in dieser Legislaturperiode einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn für alle Branchen durchsetzen können.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften kämpfen seit langem für den Mindestlohn. Gut, das es nun auch innerhalb der Union Bewegung in dieser Frage gibt. Denn der Mindestlohn ist wichtig für viele Beschäftigte, die trotz harter Arbeit mit Armutslöhnen abgespeist werden. Ich hoffe, dass auch die FDP über ihren Schatten springt und ihre ablehnende Haltung zum Mindestlohn noch einmal überdenkt.

Für Gespräche über die konkrete Ausgestaltung eines allgemeinen Mindestlohns steht der DGB zur Verfügung. Es muss aber klar sein, dass es nicht um irgendeinen Mindestlohn geht, egal wie hoch. Eine zu niedrige allgemeine Lohnuntergrenze bringt nichts. Die auch im europäischen Vergleich moderate DGB-Forderung von 8,50 Euro die Stunde ist das Mindeste, um den Betroffenen ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Die Einführung eines allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohns wäre ein erster wichtiger Schritt, um den ausufernden Niedriglohnsektor einzudämmen.“


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