Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 097 - 09.06.2011

IGB: Weltweite Verletzungen von Gewerkschaftsrechten erschreckend

„Die weltweiten Verletzungen von Gewerkschaftsrechten sind erschreckend,“ erklärte Michael Sommer, DGB-Vorsitzender und Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), am Rande der IAO-Jahreskonferenz am Donnerstag in Genf.

„Menschen, die für grundlegende Arbeitnehmerrechte eintreten, erleiden immer noch Repressionen, Bedrohungen und Gewalt bis hin zum Tod. Verantwortlich sind hierfür Regierungen aber auch Arbeitgeber. 2010 haben 90 Kolleginnen und Kollegen ihren Einsatz für grundlegende Arbeitnehmerrechte mit dem Leben bezahlt. Diese Zahl macht uns wütend und traurig. Unser Mitgefühl gilt den Familien und Angehörigen.

Die oberste Aufgabe des Deutschen und des Internationalen Gewerkschaftsbundes wird es weiterhin sein, auf allen Ebenen dafür zu kämpfen, dass grundlegende Menschen- und Arbeitnehmerrechte anerkannt und eingehalten werden.“

Der Bericht über die Verletzung von Gewerkschaftsrechten des Internationale Gewerkschaftsbundes (IGB) umfasste für das Jahr 2010 143 Länder, in denen Arbeitnehmerrechte verletzt worden sind.

Im Jahr 2010 wurden weltweit

  • 90 Menschen wegen Gewerkschaftsaktivitäten ermordet – Lateinamerika bleibt weiterhin die gefährlichste Region.
  • 75 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit dem Todbedroht, weitere 2.500 inhaftiert.
  • weit über 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wegen ihrer Gewerkschaftstätigkeit entlassen.

Den gesamten Bericht finden Sie auf der Internetseite des IGB unter: http://survey.ituc-csi.org/


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