Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 042 - 03.05.2016
Pressemitteilung

DGB beschließt Rentenkampagne

Der DGB-Bundesvorstand hat heute eine Kampagne zum Thema Rente beschlossen, die voraussichtlich im Spätsommer starten soll. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Ziel ist, die Alterssicherung in Deutschland zu stärken und sozialen Abstieg und Armut im Alter zu verhindern. "Dreh und Angelpunkt ist die gesetzliche Rentenversicherung und damit das Rentenniveau. Der Sinkflug des gesetzlichen Rentenniveaus muss sofort gestoppt werden", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. "Langfristig muss das Rentenniveau deutlich erhöht werden. Dies ist für uns die Grundlage für eine gute Alterssicherung. Das gilt auch für jede betriebliche Rente, die auf dem Niveau der gesetzlichen Rente aufsetzt, um die Brücke zur Lebensstandardsicherung im Alter zu schlagen."

Aus Sicht des DGB sind die Parteien gefordert, den früheren Konsens zu erneuern: "Wer jahrzehntelang gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt hat, muss im Alter auch eine Rente bekommen, von der er beziehungsweise sie in Würde leben kann. Darüber darf jetzt nicht nur geredet werden, sondern das muss auch praktisch in Angriff genommen werden", sagte Buntenbach. Wenn das Rentenniveau weiterhin so sinke, wie vom Gesetzgeber bislang vorgesehen, würde dies künftig für Viele im Alter den sozialen Abstieg oder gar Altersarmut bedeuten. "Deshalb muss als erstes das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung stabilisiert werden."

Die Kampagne nimmt auch und gerade die Interessen junger Menschen ernst. Ohne Kurswechsel sinkt das Rentenniveau immer weiter. Dies betrifft aber vor allem die heute noch Jungen, die ein stabiles und verlässliches Rentenniveau dann brauchen, wenn sie selbst einmal in Rente gehen. "Es ist auch eine Frage der Generationengerechtigkeit, jetzt gemeinsam mit allem Nachdruck gegenüber der Politik für einen Kurswechsel zu werben und für eine Rente zu streiten, mit der alle im Alter in Würde leben können", sagte Buntenbach.


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