Deutscher Gewerkschaftsbund

Glossar

Das DGB-Lexikon der Arbeitswelt: Begriffe von A wie Arbeitslohn bis Z wie Zulage kurz erklärt.

In diesem Wörterverzeichnis können Sie rasch die Definition zu einem Fachbegriff aus dem gewerkschaftspolitischen Bereich nachschlagen. In alphabetischer Sortierung werden die wichtigsten Begriffe von Akkord bis Zulagen erklärt.

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Umlagefinanzierung

Umlagefinanzierung ist ein Lastenausgleich zwischen Betrieben, die ausbilden und denen, die nicht ausbilden. Wer nicht oder nicht genug ausbildet, soll in einen Ausbildungsfonds zahlen müssen, so dass genügend Geld bereit steht, um alle auszubilden, die einen Ausbildungsplatz suchen.


Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung ist neben der Gesetzlichen Renten- und Kranken- sowie der Sozialen Pflege- und der Arbeitslosenversicherung einer der fünf Zweige der gesetzlichen Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist die einzige Sozialversicherung, deren Beiträge ausschließlich die Arbeitgeberseite zahlt. Träger der Unfallversicherung sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Ihre Aufgabe sind Prävention, Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Arbeitswelt. Sie sollen „mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ verhüten (Sozialgesetzbuch VII). ArbeitnehmerInnen, die sich arbeitsbedingt verletzen oder arbeitsbedingt erkranken, erhalten von den Berufsgenossenschaften Unterstützung bei der Rehabilitation. Ist eine vollständige Rehabilitation nicht möglich, entschädigt die Unfallversicherung auch mit Geldleistungen. Hinterbliebene von Opfern tödlicher Arbeitsunfälle erhalten ebenfalls Geldleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung.


Urabstimmung

... dient der Befragung der Gewerkschaftsmitglieder vor einem Arbeitskampf (Streik). Eine Zustimmung von 75 Prozent der Mitglieder ist Voraussetzung für einen Streik. Das nach Streik erzielte Tarifergebnis wird den Mitgliedern in einer 2. Urabstimmung vorgelegt. Das Ergebnis gilt in den meisten Fällen bei einem Anteil von 25 Prozent JA-Stimmen als angenommen. (Arbeitskampf)


Urlaub

JedeR ArbeitnehmerIn hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub (§ 1 BUrlG). Der Urlaub beträgt mindestens 24 Werktage. Bei sechs Werktagen pro Woche bedeutet das 4 Wochen Urlaub. Diesen Anspruch haben auch Teilzeitbeschäftigte. Allerdings zählen bei ihnen die freien Werktage mit. Wer z.B. nur samstags arbeitet, hat nicht 24 Samstage Urlaub, sondern 4 Wochen, also 4 Samstage. In der Regel gelten die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers, sie können jedoch zurückstehen, wenn dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer entgegen stehen, die unter sozialen Gesichtspunkten Vorrang haben.


Urlaubsgeld

Während des Urlaubs ist der durchschnittliche Arbeitsverdienst weiter zu zahlen, den der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat (BUrlG § 11). Außerdem sehen viele Tarifverträge die Zahlung eines zusätzlichen Urlaubsgeldes als Gratifikation vor.

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