Deutscher Gewerkschaftsbund

02.01.2018
Tarifticker

Metall-Tarifrunde 2018: Warnstreiks in Niedersachsen

Rückenseite einer orangenen Warnweste mit der Aufschrift "Wir streiken"

DGB

Mit Warnstreiks bei Radio Frequency Systems (RFS) und Nexans in Hannover und bei Bosch in Salzgitter, hat die IG Metall die erste Warnstreikwelle in Niedersachsen eröffnet. Damit sollen die Tarifforderungen der IG Metall: 6 Prozent mehr Entgelt und Rechtsanspruch auf zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit, verstärkt werden. Die Angebote der Arbeitgeber seien bisher wie ein „Schlag ins Gesicht“, kritisierte Birgit Gärtner, die Betriebsratsvorsitzende von RFS , "statt mehr selbst bestimmter Arbeitszeiten, wollen sie noch mehr Flexibilität und eine Ausweitung der Arbeitszeit."

Um 9.30 Uhr zogen 100 Beschäftigte der Früh- und Normalschicht der benachbarten Kabelhersteller RFS und Nexans vors Werkstor. "Wir müssen jetzt auf die Straße gehen, damit die Arbeitgeber zur Vernunft kommen", sagte Dirk Schulze, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Hannover. "Sie nutzen die Flexibilität der Tarifverträge voll aus. Jetzt, wo die Bedürfnisse der Beschäftigten dran sind, weigern sie sich, zu verhandeln." Vor den 250 Warnstreikenden bei Bosch in Salzgitter forderte der Betriebsratsvorsitzende Achim Brandt eine "deutlich spürbare Entgelterhöhung".

In den nächsten Tagen ist miit weiteren Warnstreiks zu rechnen. Ab dem 8. Januar 2018 ruft die IG Metall flächendeckend zu Aktionen auf.

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