Deutscher Gewerkschaftsbund

06.11.2019
Tarifticker

Tarifrunde Holz- und Kunststoffindustrie: Nächste Woche bundesweite Warnstreiks

In der zweiten Verhandlung für die Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie in Baden-Württemberg haben die Arbeitgeber erstmals ein Angebot vorgelegt. Dieses hat die IG Metall als unzureichend zurückgewiesen. Die Gewerkschaft ruft in der nächsten Woche nun zu bundesweiten Warnstreiks auf.

Logo Holz- und Kunststoffindustrie

IG Metall

Angebot ist wie ein Schlag ins Gesicht

Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde erstmalig ein Angebot für die Tarifverhandlungen in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Baden-Württemberg abgegeben. Sie bieten in zwei Stufen 1,5 und 1,3 Prozent mehr Geld über einen Zeitraum von 30 Monaten.

„Das Angebot der Arbeitgeber ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und für uns schlicht inakzeptabel“, kritisiert IG Metall-Verhandlungsführer Martin Sambeth. „Entgelt-Erhöhungen über 1,5, beziehungsweise 1,3 Prozent liegen unterhalb der erwarteten Inflationsrate, damit wird die Branche ihr Fachkräfteproblem sicher nicht lösen.“

Bundesweite Warnstreiks

Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate und überproportional mehr Geld für Auszubildenden. Die Konjunktur habe sich in den vergangenen Monaten zwar eingetrübt, in großen Teilen der Branche läuft es aber nach wie vor gut. Beispielsweise bei Caravan-Herstellern, in Teilen der Möbelindustrie und in Kunststoffbetrieben.

Nächste Woche Dienstag endet die Friedenspflicht in allen Tarifgebieten der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie. Deshalb ruft die IG Metall dann zu bundesweitenWarnstreiks auf. Schwerpunkt der Warnstreiks ist der Aktionstag am 13. November.

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