Deutscher Gewerkschaftsbund

07.10.2019
Tarifticker

3,2 Prozent mehr Geld für Beschäftigte im Schlosserhandwerk

Die Warnstreiks der Schlosserinnen und Schlosser am 2. Oktober brachten den Durchbruch. Die Beschäftigten bekommen jetzt 3,2 Prozent mehr Geld und weitere 2,4 Prozent im Dezember 2020. Auszubildende erhalten 25 und 20 Euro mehr sowie 250 Euro für die Gesellenprüfung Teil 1. Ab 2021 gibt es zudem einen Tarifvertrag für mehr Rente.

Schweisser Industrie Arbeiter

DGB/Simone M. Neumann

Die 58.000 Beschäftigten im Schlosserhandwerk Nordrhein-Westfalen erhalten ab sofort 3,2 Prozent mehr Geld - sowie weitere 2,4 Prozent ab 1. Dezember 2020. Das hat die IG Metall mit dem Arbeitgeberverband „Fachverband Metall“ in der dritten Verhandlung der Tarifrunde in Münster ausgehandelt.

Zugleich erhöhen sich die Vergütungen der Auszubildenden um 25 Euro sowie weitere 20 Euro im Dezember 2020. Für den erfolgreich abgelegten ersten Teil der Gesellenprüfung erhalten sie zudem eine Sonderzahlung von 250 Euro.

Neben mehr Geld gibt es für die Schlosserinnen und Schlosser erstmals einen Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen für über 50-jährige Arbeitnehmer. Durch diesen Vertrag gibt es einen Rechtsanspruch auf eine monatliche Zusatzzahlung der Arbeitgeber in die Deutsche Rentenversicherung in Höhe von 50 Euro, um einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben ohne Rentenkürzung zu ermöglichen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer selbst auch 50 Euro einzahlt. Der Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen tritt am 01. Januar 2021 in Kraft.

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