Deutscher Gewerkschaftsbund

26.11.2019
Verhandlungen für einen Nationalen Bildungsrat

"Wir brauchen eine Bildungsstrategie statt Kompetenzhickhack"

Die Länder Bayern und Baden-Württemberg haben angekündigt, aus dem Nationalen Bildungsrat auszusteigen. Die Einrichtung des Rats ist Teil des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD auf Bundesebene. Das Gremium soll aus Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern bestehen. "Das Aus für den Nationalen Bildungsrat ist eine krachende Niederlage für die Kultusminister", erklärte DGB-Vize Elke Hannack. "Sie erweisen sich einmal mehr als reformunfähig."

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

DGB/Simone M. Neumann

Statement der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Elke Hannack zum Ausstieg Bayerns und Baden-Württembergs aus den Verhandlungen für einen Nationalen Bildungsrat:

"Das Aus für den Nationalen Bildungsrat ist eine krachende Niederlage für die Kultusminister. Sie erweisen sich einmal mehr als reformunfähig. Wir brauchen einen Neustart für unseren Bildungsföderalismus. Er hat nur dann eine Rechtfertigung, wenn er für mehr Chancengleichheit, Mobilität und Qualität sorgt. Dabei ist die Mängelliste im Bildungswesen lang. Die noch immer enge Kopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg, der eklatante Fachkräftemangel im Bildungssystem - all das geht auf das Konto der Länder. Wir brauchen deshalb dringend eine echte Bildungsstrategie. Doch selbst bei der Gründung eines Bildungsrates verheddern sich die Länder im kleinteiligen Kompetenzhickhack.

Söders Furcht vor einem Berliner Zentralabitur ist übrigens gänzlich unbegründet. Der Bildungsrat war immer als strategisches Beratungsgremium gedacht, Vorschriften kann er den Ländern nicht machen."


Nach oben

Weitere Themen

Der DGB-Zu­kunfts­dia­log
Text: "Reden wir über..." Der Zukunftsdialog; davor stilisierte Satzzeichen (Fragezeichen, Ausrufezeichen, ...)
DGB
Mit dem DGB-Zukunftsdialog starten der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften einen breiten gesellschaftlichen Dialog. Wir fragen, was die Menschen in Deutschland bewegt, sammeln ihre Antworten und entwickeln daraus Impulse für eine gerechtere Politik in Deutschland.
weiterlesen …

Jetzt un­ter­schrei­ben: Be­zahl­ba­res Woh­nen für al­le!
Kleines und großes Haus jeweils mit kleinem und großem Münzstapel
DGB/Anna Grigorjeva/123RF.com
Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Handelsware - doch inzwischen können sich breite Schichten der Bevölkerung das Dach über dem Kopf kaum noch leisten. Mit der Europäischen Bürgerinitiative "Housing for all" fordern wir die EU auf, die Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen zu verbessern. Geben auch Sie Ihre Stimme ab!
zur Webseite …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Zuletzt besuchte Seiten