Deutscher Gewerkschaftsbund

12.03.2019
Tarifticker

Stahl-Tarifrunde 2019: Tausende Stahlwerker im Warnstreik

Die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben den Druck auf die Arbeitgeber vor der fünften Tarifverhandlung erhöht. Tausende kamen am Montag, 11. März, in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen vor die Werkstore. Die IG Metall fordert für die rund 72.000 Stahlbeschäftigten im Nordwesten neben sechs Prozent mehr Geld eine zusätzliche Urlaubsvergütung von 1800 Euro.

Am Montag fanden in allen Betrieben der nordwestdeutschen Stahlindustrie Warnstreiks und betriebliche Aktionen statt. Allein in Duisburg gab es drei Warnstreikkundgebungen. An der größten bei Thyssen-Krupp Steel Europe und KBS Kokerei Schwelgern kamen 2500 Beschäftigte vor die Werkstore. In Bremen legten 1500 Beschäftigte der Nacht- und der Frühschicht von ArcelorMittal Bremen vorzeitig die Arbeit nieder oder nahmen sie erst einmal nicht auf.

Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen, die ursprünglich am Montagabend starten sollte, musste wegen eines Krankheitsfalls verschoben werden. Sie soll nun am kommenden Samstag, 16. März, stattfinden.

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