Deutscher Gewerkschaftsbund

15.12.2017
Tarifticker

Amazon-Beschäftigte kämpfen weiter für Tarifvertrag

Nicht nur zu Weihnachten wünschen sich die Beschäftigten des Online-Versandhändlers Amazon einen Tarifvertrag. Sie kämpfen in der Vorweihnachtszeit immer wieder mit Streiks an den verschiedenen Standorten. So zum Beispiel in dieser Woche im nordrhein-westfälischen Rheinberg und Werne.

„Solange Amazon den Beschäftigten den Tarifvertrag vorenthält, werden die Kolleginnen und Kollegen gerade in der stressigen Vorweihnachtszeit weiter dafür sorgen, dass Amazon Lieferversprechen nicht einhalten kann“, sagte Silke Zimmer, Fachbereichsleiterin Handel im ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen. Gerade in dieser Zeit müssten die Beschäftigten bei Amazon unter enormen Druck schnell und zuverlässig harte Arbeit leisten. Dafür bezahle sie der Versandhändler völlig unangemessen. „Die Beschäftigten brauchen die Sicherheit eines Tarifvertrags, der existenzsichernde Löhne verbindlich festlegt, damit auch die Beschäftigten bei Amazon das Weihnachtsfest genießen und unbeschwert ins neue Jahr rutschen können“, so Zimmer.

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