Deutscher Gewerkschaftsbund

15.12.2017
Tarifticker

Warnstreiks in Baden-Württembergs Metall- und Elektroindustrie

In der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie wird es im Januar 2018 zu Warnstreiks kommen. "Die Arbeitgeber bieten viel zu wenig Geld und weigern sich weiterhin, unsere Forderungen zur Arbeitszeit zu diskutieren. Darauf werden die Beschäftigten ab 8. Januar mit Warnstreiks antworten", sagte IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger nach der zweiten Verhandlung in Ludwigsburg.

Zuvor hatte Südwestmetall 200 Euro Einmalzahlung und eine Entgelterhöhung um 2 Prozent mit einer Gesamtlaufzeit von 15 Monaten angeboten - vorausgesetzt, die Flexibilisierungswünsche der Arbeitgeber wie eine Arbeitszeitausweitung bei Bedarf werden erfüllt. Zitzelsberger: "Eine solche doppelte Nullnummer ist realitätsfern, vollkommen unzureichend und kurz vor Ende der Friedenspflicht extrem fahrlässig."

Die IG Metall fordert in der M+E-Tarifrunde 2018 eine Entgelterhöhung von 6 Prozent für 12 Monate sowie einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für maximal 2 Jahre. Danach soll die Rückkehr zur 35-Stunden-Woche oder eine erneute Verkürzung möglich sein.

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