Deutscher Gewerkschaftsbund

15.11.2017
Tarifticker

Metall-Tarifrunde 2018: Tarifverhandlungen gestartet

Metall-Tarifrunde 2018

Heute starten die Verhandlungen für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Auftakt ist heute Vormittag in den Tarifgebieten Niedersachsen sowie Berlin und Brandenburg. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und eine Wahloption zur Verkürzung der individuellen Arbeitszeit für die Beschäftigten.

Flagge der IG Metall

DGB/Simone M. Neumann

Für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall sechs Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 12 Monaten und eine Wahloption zur Absenkung der Arbeitszeit. In allen Tarifgebieten in Ost und West sollen IG Metall Mitglieder zukünftig einen individuellen Anspruch erhalten, ihre Arbeitszeit ohne Begründung für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche absenken zu können. Anschließend sollen sie wieder auf ihre frühere Arbeitszeit zurückkehren dürfen.

Damit will die IG Metall mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit für alle Beschäftigten erreichen. Arbeitszeiten sollen demnach zum Leben passen - und nicht immer nur umgekehrt.

Die Arbeitgeber lehnen die Forderung der IG Metall ab. Sie sagen, dass eine Option auf Reduzierung der Arbeitszeit den Fachkräftemangel verschärft.

Bei ihrer Forderung nach sechs Prozent mehr Geld stützt sich die IG Metall auf die guten Wirtschaftsdaten. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für 2017 und 2018 von einem stabilen Wachstum aus.

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