Deutscher Gewerkschaftsbund

24.01.2019
Tarifticker

Einigung über ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag für Luftsicherheitskräfte erzielt

Am Donnerstag, 24. Januar 2019, haben sich ver.di und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen auf einen ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag in der Luftsicherheit geeinigt. Die jährlichen Erhöhungen liegen zwischen 3,5 und 9,77 Prozent. Die Gesamtlaufzeit beträgt drei Jahre, die Gesamterhöhungen je nach Region und Tätigkeit in diesem Zeitraum zwischen 10,5 Prozent und 26,7 Prozent.

In den frühen Morgenstunden des 24. Januars haben sich der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen und die Gewerkschaft ver.di auf einen ersten bundesweiten Entgelttarifvertrag in der Luftsicherheit geeinigt. Die jährlichen Erhöhungen liegen damit zwischen 3,5 und 9,77 Prozent.

ver.di konnte sich in der Anpassung der östlichen Bundesländer durchsetzen. In der Passagierkontrolle wird 2021 ein Stundenlohn von 19,01 Euro erreicht. Die Luftsicherheitsassistenten erhalten so etwa am Flughafen Leipzig/Halle jährlich 1,44 Euro die Stunde mehr, bereits 2021 wird das Westlohnniveau erreicht. In den anderen Tätigkeitsbereichen ist ein längerer Anpassungszeitraum notwendig.

Beide Seiten haben sich zudem darauf verständigt, direkt nach Abschluss des Entgelttarifvertrages in Verhandlungen über Zeitzuschläge, Funktionszulagen und die Umwandlung von Entgelt in zusätzliche Freizeit einzusteigen.

Die ver.di-Tarifkommission hat das Ergebnis angenommen und legt es nun den Mitgliedern zur Abstimmung vor. Es gilt eine beidseitige Erklärungsfrist bis zum 18. Februar, 23:59 Uhr.

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