Deutscher Gewerkschaftsbund

21.02.2014
Tagung

Energieeffizienz schafft Beschäftigung

Wie setzt man die Energieeffizienzrichtlinie im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um?

„Energieeffizienz ist kein Elitenprojekt.“ Dies war das Fazit der Veranstaltung des DGB mit dem Titel „Energieeffizienz schafft Beschäftigung“ am 29. Januar 2014 in der Tagungsräumen der Katholischen Akademie in Berlin. Eingeladen waren Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Umweltverbänden und Gewerkschaften, um das Thema der Energieeffizienz zu diskutieren und sich über Möglichkeiten, die brachliegenden Effizienzpotenziale zu heben, auszutauschen.

Diskussionspodium bei der Tagung "Energieeffizienz schafft Beschäftigung"

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Dirk Becker (MdB), Thorben Becker (BUND), Dr. Reinhard Klopfleisch (ver.di), Malte Kreutzfeldt (Moderator), Prof. Dr. Peter Hennicke (Wuppertal Institut), Andreas Kuhlmann (BDEW), Dr. Carsten Rolle (BDI). M.Fenrich

Anlass der Veranstaltung war die anstehende Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie durch die Bundesregierung in diesem Jahr.  Aus der Sicht des DGB ist es wichtig, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen und im Zuge der Umsetzung der Richtlinie die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung zu nutzen. Über 70 TeilnehmerInnen informierten sich über den Stand der Umsetzung diskutiertenüber die zukünftige Ausgestaltung mit.

Gastgeber Dietmar Hexel fand in seiner Begrüßung klare Worte und stellte gleich zu Beginn fest: „Die günstigste Energie ist die, die man nicht verbraucht“. Es sei wichtig, dass neben der öffentlichen Stromdebatte auch die Energieeffizienz mehr in den Mittelpunkt gerückt werde. „Der klare Vorteil einer konsequenten Effizienzpolitik liegt neben den Einsparungen auch in der Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen“, so Hexel.

Aus Sicht des DGB gebe es drei Effekte, bei denen Beschäftigung durch mehr Energieeffizienz entstehe. Erstens schafft das Handwerk durch energetische Gebäudesanierung, vor allem auch auf regionaler Ebene, Arbeitsplätze. Zweitens werden in der Industrie die benötigten Baustoffe, Anlagen und Maschinen für mehr Energieeffizienz produziert, wodurch Industriearbeitsplätze entstehen. Drittens würde durch die Kostenreduktion in den Unternehmen in Folge von Energieeffizienzmaßnahmen, der Druck von der Personalkostenschraube genommen. Hierfür brauchen die betroffenen Branchen allerdings verlässliche Rahmenbedingungen.

Präsentationen zum Download
 
Die ausführliche Tagungsdokumentation finden Sie im Newsletter "Wendepunkte"
wendepunkte 18/2014 (PDF, 510 kB)

Die aktuelle Ausgabe enthält die folgenden Themen: Durch Comeback der Industrie soziale und ökologische Ziele realisieren - Die EU-Klimaziele für die Zeit bis 2030 - Energieeffizienz ist kein Elitenprojekt - Plattform

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