Deutscher Gewerkschaftsbund

11.09.2019
Tarifticker

Postbank: Tarifverhandlungen gescheitert

Die Gewerkschaft ver.di hat die aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Postbank für gescheitert erklärt. Grund dafür ist das in der dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot der Arbeitgeber, das ver.di als inakzeptabel zurückwies. In einer Urabstimmung soll jetzt über weitere Streiks entschieden werden.

Postbankzentrale Berlin

DGB/mikewaters/123rf.com

In der dritten Verhandlungsrunde am 9. September 2019 haben die Arbeitgeber der DB Privat- und Firmenkundenbank AG ein für die Gewerkschaft ver.di inakzeptables Angebot vorgelegt. Sie boten ab 1. April 2020 lediglich 1,7 Prozent mehr Lohn, ab 1. Juli 2021 1,0 Prozent und ab 1. Februar 2022 noch einmal 1,0 Prozent. Bei neun Nullmonaten würde dieses Angebot über eine Laufzeit von 36 Monaten eine durchschnittliche jährliche Erhöhung der Gehälter um lediglich 1 Prozent bedeuten.

„Das ist kein Angebot, über das wir ernsthaft reden können. Die Beschäftigten, die unter schwierigen Bedin-gungen gute Erträge für das Unternehmen erwirtschaftet haben, fühlen sich provoziert“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck.

ver.di fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um 7 Prozent, mindestens 200 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Beschäftigten sollen dabei wählen können, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Des Weiteren fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro. Für ver.di-Mitglieder werden außerdem sechs Gesundheits- und Entlastungstage gefordert.

Verhandelt wird für rund 12.000 Beschäftigte bei Teilen der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Kreditservice und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, PB Firmenkunden AG).

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