Deutscher Gewerkschaftsbund

30.09.2019
Tarifticker

Tarifrunde Holz- und Kunststoffindustrie: Erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Die erste Runde der Tarifverhandlungen in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie endete am 27. September ergebnislos. Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate – und ein Extraplus für Auszubildende. Der nächste Verhandlungstermin ist der 7. Oktober 2019.

Hand an Einzelteilen Holz auf Maschine

DGB/dolgachov/123rf.com

„Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt und reden die wirtschaftliche Situation schlechter als sie ist“, kritisiert IG Metall-Verhandlungsführer Martin Sambeth. „Zwar hat sich die Konjunktur in den vergangenen Monaten eingetrübt, in großen Teilen der Branche läuft es aber nach wie vor rund. Die Beschäftigten verlangen zu Recht eine ordentliche Erhöhung ihrer Einkommen.“

Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffindustrie, für eine Laufzeit von 12 Monaten.

Hinzu kommen noch regionale Besonderheiten. In den Tarifgebieten Bayern und Niedersachsen/Bremen fordern die Kolleginnen und Kollegen neben der Tariferhöhung einen Mindestbetrag von 150 Euro. In Sachsen-Anhalt etwa will die Tarifkommission die Angleichung der Arbeitszeit an den Westen erreichen. Derzeit arbeiten die Beschäftigten dort noch 39 Stunden in der Woche. Im Westen gelten tarifliche 35 Stunden.

Ausgenommen von der Tarifrunde 2019 sind die Tarifgebiete Berlin/Brandenburg und Hamburg, Dort laufen die Kündigungsfristen der Tarifverträge noch bis nächstes Jahr.

Zur Meldung


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Tarifverhandlungen Stahl: Fortsetzung am 11. März
Am 11. März werden die Tarifverhandlungen für Stahlwerkerinnen und Stahlwerker fortgesetzt. Die IG Metall hat an allen Standorten zu Aktionen aufgerufen. Sie fordert für die Stahl-Beschäftigten neben sechs Prozent mehr Geld eine zusätzliche Urlaubsvergütung von 1.800 Euro, die in freie Tage umgewandelt werden kann. weiterlesen …
Artikel
4,9 Prozent mehr Geld in der Bettwarenindustrie
Ab November erhalten gewerbliche Beschäftigte der Bettwarenindustrie 2,6 Prozent mehr Geld, weitere 2,3 Prozent ab Dezember 2020. Das haben die IG Metall und der Arbeitgeberverband ausgehandelt. Für die Monate Mai bis Oktober gibt es 300 Euro und auch das Urlaubsgeld erhöht sich. Das Verhandlungsergebnis ent-spricht somit dem Textil-Abschluss im Westen. weiterlesen …
Artikel
Stahl-Tarifrunde 2019: 3,7 Prozent mehr Geld für die ostdeutschen Stahlarbeiter
IG Metall und Arbeitgeber der ostdeutschen Stahlindustrie haben das Tarifergebnis für die Stahlbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen übernommen. Somit erhalten die rund 8.000 Stahl-Beschäftigten im Osten ebenfalls 3,7 Prozent mehr Geld. Dazu kommt eine zusätzliche Vergütung von jährlich 1000 Euro, die in freie Tage umgewandelt werden kann. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten