Deutscher Gewerkschaftsbund

Frau geht vor: Gleichstellung im Mittelpunkt

Noch nie war eine Frauengeneration so gut ausgebildet wie heute. Doch das wirkt sich noch immer nicht auf ihre Chancen am Arbeitsmarkt, auf ihre Entlohnung und ihre Aufstiegsmöglichkeiten aus. Aber der Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist beschritten. Ein Baustein war die Frauenoffensive des DGB von 1992. Das Ziel: Die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen durch ein neues partnerschaftliches Rollenverständnis und Beseitigung diskriminierender Strukturen.

Plakat "Frauenoffensive "Frau geht vor"

DGB Frauen

Poster–Editionen von bekannten KarikaturistInnen, Plakate und Buttons unterstützten die Initiative; im September 1992 erschien erstmals der Infobrief "Frau geht vor" als Zeitschrift des DGB. Hinzu kamen viele Veranstaltungen mit VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften.

Im Mai 1992 beschloss der DGB–Bundesvorstand seine Frauenoffensive „Frau geht vor“. Damit sollte in den folgenden zwei Jahren die Gleichstellung der Geschlechter in den Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Politik rücken - und zwar auf allen Ebenen. „Die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen ist nur durch ein neues partnerschaftliches Rollenverständnis und Beseitigung diskriminierender Strukturen zu erreichen“, hieß es im Beschluss.

Der DGB wollte damit die eigene Gleichstellungspolitik verbessern und in allen Bereichen frauenpolitische Maßnahmen umsetzen. Besondere Schwerpunkte waren: Frauenförderung in der regionalen Wirtschafts- und Strukturpolitik, wirtschaftliche und sozial eigenständige Sicherung von Frauen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Schutz vor sexueller Belästigung.

In einigen Politikfeldern gelang es tatsächlich, die Gleichstellung in den Mittelpunkt gewerkschaftlichen Handelns zu rücken, beispielsweise in der regionalen Wirtschafts- und Strukturpolitik.

So wurden in elf regionalen Werkstattgesprächen Strategien und Handlungskonzepte für eine gleichstellungsorientierte Regionalpolitik entwickelt. Beteiligt waren Wirtschaftsförderer, Landesministerien, Kammern, Arbeitsämter und Weiterbildungsträger in den Regionen.

Es entwickelte sich ein enger Kontakt zum Büro der damaligen EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies. Die frühere ÖTV-Vorsitzende war von 1994 bis 1999 in Brüssel zuständig für Regionalpolitik und Kohäsion. So wurden die Erfahrungen der DGB-Frauen mit der mangelnden geschlechtsspezifischen Datenlage in Brüssel ernst genommen, was man von der deutschen Politik nicht behaupten konnte. Der DGB hat das bereits 1996 in den EU-Strukturfonds verankerte Prinzip des Gender-Mainstreaming sehr begrüßt und die Umsetzung in nationale Politik unterstützt. 1999 verpflichteten sich die EU–Staaten im Amsterdamer Vertrag zur Chancengleichheit von Männern und Frauen. Diese Aufgabe bleibt in Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft auf der Tagesordnung.


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