Deutscher Gewerkschaftsbund

17.10.2019
Tarifticker

Festgefahrene Verhandlungen im WDR

Auch die sechste Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem WDR wurde am 15. Oktober 2019 ergebnislos beendet. Die Arbeitgeber hatten kein verbessertes Angebot vorgelegt. ver.di fordert für die 4200 Beschäftigten und rund 2200 Festen-Freien des WDR und des Beitragsservice eine Erhöhung der Einkommen und Effektivhonorare um 6 Prozent inklusive eines Sockelbetrags von 150 Euro.

Kameramann filmt Gespräch

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Im Vorfeld der sechsten Verhandlungsrunde haben Rund 240 Streikende des WDR und WDR-Beitragsservice ein starkes Signal gesetzt und für Störungen im Programmablauf gesorgt: „Sie wollen nicht abgekoppelt werden von der Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst", erklärte Christof Büttner, Fachbereichsleiter Medien, ver.di NRW. „Gerade in Zeiten von Falschmeldungen und ‚alternativen Fakten‘ brauchen wir einen glaubwürdigen und starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein klares Bekenntnis zu seinen Beschäftigten sieht anders aus!“

ver.di fordert für die 4.200 Beschäftigten und rund 2.200 Festen-Freien des WDR und des Beitragsservice eine Erhöhung der Einkommen und Effektivhonorare um 6 Prozent, inklusive eines Sockelbetrags von 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütung soll insgesamt um 100 Euro erhöht werden. Die Forderung umfasst außerdem die Möglichkeit, die mögliche Entgelterhöhung in zusätzliche freie Tage umzuwandeln.

Die Tarifverhandlungen beim WDR werden am 19.11.2019 in Köln fortgesetzt.

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