Deutscher Gewerkschaftsbund

12.12.2019
Tarifticker

Schlichtung zum Bau-Mindestlohn startet

Bevor die aktuellen Regelungen zum 31. Dezember 2019 auslaufen, soll der Tarifstreit um den Mindestlohn am Bau geschlichtet werden. Die Vertragsparteien haben sich auf den Präsidenten des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, als Schlichter geeinigt. Die erste Verhandlungsrunde startet am kommenden Mittwoch, 18. Dezember.

Bauerabeiterin mit zwei Bauerabeitern auf einem Gerüst

DGB/goodluz/123RF.com

Derzeit gilt im Bauhauptgewerbe mit rund 820.000 Beschäftigten ein bundesweiter Branchenmindestlohn von 12,20 Euro je Stunde. Für qualifizierte Beschäftigte im Westen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften zudem eine Mindestvergütung von 15,20 Euro vereinbart - diese Stufe fehlt in Ostdeutschland.

Diese Regelungen enden zum 31. Dezember 2019. Die Zeit drängt daher um eine Anschlussregelung zu vereinbaren. Ende Oktober hatten IG BAU und Arbeitgeber die Gespräche über Branchenmindestlöhne auf dem Bau nach drei Verhandlungsrunden ergebnislos abgebrochen. Die IG BAU erklärte nun das Scheitern der Verhandlungen und rief die Schlichtung an.

Bei der Schlichtung wird es um den Branchenmindestlohn für Hilfsarbeiten auf dem Bau – um den so genannten Mindestlohn 1 – und um den höheren Mindestlohn 2 für qualifiziertere Arbeiten gehen, den es zuletzt nur in den alten Bundesländern und Berlin gab.

Am 18. Dezember 2019 beginnt die erste Runde im Schlichtungsverfahren um 11:00 Uhr in Berlin. Robert Feiger, Bundesvorsitzender der IG BAU und Dietmar Schäfers, stellvertretender Bundesvorsitzender der IG BAU, werden für die Gewerkschaft die Verhandlungsführung in der Schlichtung übernehmen.

Zur Meldung der IG BAU


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