Deutscher Gewerkschaftsbund

29.06.2020
Tarifticker

Karstadt Feinkost und ver.di schließen Sozial-Tarifvertrag

Mindestens 26 der 50 Filialen von Karstadt Feinkost sollen erhalten bleiben. Darauf einigten sich ver.di und Arbeitgeber. Dennoch werden 637 der insgesamt 2100 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Tarifvertrag bietet für die Betroffenen die bestmögliche soziale Absicherung. Für die verbleibenden Beschäftigten wurde eine Beschäftigungssicherung bis zum 1. Januar 2025 vereinbart.

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DGB/Bastian Kienitz/123rf.com

Für die vom Arbeitsplatzverlust betroffenen 637 Beschäftigten wurde ein Rechtsanspruch auf Eintritt in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) mit anschließendem sechsmonatigen Arbeitsverhältnis vereinbart. Das Transferkurzarbeitergeld wird um 13 auf 73 bzw. 80 Prozent vom letzten Nettogehalt aufgestockt.

Für die im Unternehmen verbleibenden Beschäftigten wurde eine Beschäftigungssicherung bis zum 1. Januar 2025 vereinbart. Ab sofort gelten die Vergütungsregelungen der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH (GKK) mit 97 Prozent der Vergütung nach den jeweiligen Flächentarifverträgen bei Verzicht auf Jahressonderzahlung und Weihnachtsgeld. Ab 2025 gilt wieder die Flächenvergütung.

Die Tariferhöhungen für das Jahr 2021 werden in Zeitguthaben umgewandelt und weitergegeben. Ab 2022 werden die Entgelterhöhungen aus den Flächentarifverträge des Einzelhandels eins zu eins weitergegeben. Darüber hinaus wird das Kurzarbeitergeld auf 80 bzw. 87 Prozent vom letzten Netto aufgestockt. Zudem soll ein Tarifvertrag über gute und gesunde Arbeit entsprechend zu GKK abgeschlossen werden.

Zur ver.di Pressemitteilung


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