Deutscher Gewerkschaftsbund

09.12.2019
Tarifticker

Neuer Tarifvertrag in der Beton- und Fertigteilindustrie Nord

In der dritten Verhandlungsrunde haben sich IG BAU und Arbeitgeber auf einen neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrag sowie auf einen Tarifvertrag für Jahressondervergütungen in der Beton- und Fertigteilindustrie Nord geeinigt. Rückwirkend zum 1. Dezember 2019 steigen die Einkommen um 2,85 Prozent. Für die Monate Juli bis November 2019 gibt es eine Einmalzahlung von 500 Euro.

Hauswand eines Fertigteilhaus wird von einem Baukran angehoben

DGB/Thanate Rooprasert/123rf.com

Die Warnstreiks und Aktionstage der Beschäftigten in der Beton- und Fertigteilindustrie Nord haben Wirkung gezeigt. In der dritten Runde der Verhandlungen zum Lohn- und Gehaltstarifvertrag sowie zum Tarifvertrag Jahressondervergütungen haben sich die IG Bau und die Arbeitgeber am 5. Dezember 2019 auf ein Ergebnis geeinigt.

Für die Monate Juli bis November 2019 wird eine Einmalzahlung von insgesamt 500 Euro spätestens mit der Dezemberabrechnung gezahlt. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent pro Monat. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum 1. Dezember 2019 um 2,85 Prozent angehoben. Der Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten, vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020.

Der Tarifvertrag für die Jahressondervergütung wird ab dem 1. Januar 2020 neu gefasst. Zukünftig erhalten die Beschäftigten eine Jahressondervergütung in Höhe von 66,7 Prozent der tatsächlichen tariflichen Monatsvergütung. Damit gibt es keinen Festbetrag mehr. Sondern eine dynamische Jahressondervergütung. Das heißt, dass mit jeder Lohnerhöhung auch die Jahressondervergütung steigt.

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