Deutscher Gewerkschaftsbund

30.09.2019

Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Autobahngesellschaft abgeschlossen

ver.di und die privatrechtliche Autobahn GmbH des Bundes haben ihre Tarifverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Als letztes einigten sich die Tarifparteien auf einen Tarifvertrag zur Überleitung der Länderbeschäftigten in das neue Tarifwerk der Autobahn GmbH sowie auf eine tarifliche Regelung zur betrieblichen Mitbestimmung.

Mehrere LKW in verwischter Szenerie auf der Autobahn

DGB/Karel Joseph Noppe Brooks/123RF.com

Mit dem neuen Tarifwerk gibt es nach Aussage der Gewerkschaft ver.di deutliche Verbesserungen für die von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechselnden Beschäftigten.

Hierzu zählen unter anderem:

  • die Anwendung der günstigeren Entgelttabelle des Bundes
  • in wesentlichen Bereichen verbesserte Eingruppierungen
  • ein volles dreizehntes Monatsentgelt für alle Beschäftigten
  • eine Bonuszahlung bei Erfüllung qualitativer Unternehmensziele
  • Anspruch Teilzeitbeschäftigter auf Überstundenzuschläge bereits bei Überschreitung der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit
  • für den Straßenbetriebsdienst, Fernmeldebereich, die Werkstätten eine Arbeitszeit von 38,5 Wochenstunden und für die anderen Beschäftigten die 39 Wochenstunden ohne Unterscheidung nach West und Ost
  • verbesserte Regelungen bei Rufbereitschaften und für Dienstreisezeiten

Erstmals gibt es im öffentlichen Dienst tarifliche Regelungen für die ausbildungsintegrierten und die praxisintegrierten dualen Studiengänge.

Insgesamt haben die Tarifvertragsparteien in den elf Monaten seit Beginn der Verhandlungen einen Manteltarifvertrag, einen Tarifvertrag über das Entgeltgruppenverzeichnis mit den Tätigkeitsmerkmalen, einen Tarifvertrag für Nachwuchskräfte, einen Tarifvertrag für Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer, einen Einführungs- und Überleitungstarifvertrag, einen Tarifvertrag über die Errichtung eines Übergangsbetriebsrates und einen Tarifvertrag über die betriebsverfassungsrechtliche Struktur vereinbart.

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