Deutscher Gewerkschaftsbund

19.09.2019
Tarifticker

Erster bundesweiter Streik bei der ARD

Erstmals in der Geschichte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland wurde am 18. September bundesweit in zahlreichen ARD-Sendern sowie beim ZDF und beim Deutschlandradio gestreikt. 3.000 Beschäftigte beim BR, WDR, SWR, MDR und NDR haben für unzählige Ausfälle und Beeinträchtigungen im Hörfunk- und Fernsehprogramm gesorgt. Grund für die Streiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen.

Kameramann filmt Gespräch

Colourbox

In den aktuellen Tarifverhandlungen sind die ARD-Sender sind mit ihren Angeboten bisher deutlich unter den Abschlüssen im Öffentlichen Dienst (ÖD) geblieben. Dieser galt auch schon in den vergangenen Jahren als Maßstab für die Tarifsteigerungen im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk.

Die Beschäftigten befürchten nun eine Abkoppelung von der Lohnentwicklung im ÖD. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Beschäftigten darf, wenn er seiner besonderen Aufgabe in unserer Demokratie gerecht werden soll, auch materiell nicht weiter geschwächt werden“ forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke und kritisierte, dass sich allzu viele Verantwortliche in den Anstalten sowie in Landesregierungen und Landesparlamenten dem populistischen Druck von verschiedenen Seiten beugten, statt klar und deutlich für die Sender und die sichere Finanzierung von Programm und Beschäftigten zu kämpfen.

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