Deutscher Gewerkschaftsbund

26.11.2019
Tarifticker

Tarifabschluss in der Holz- und Kunststoffindustrie

Die Entgelte in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Niedersachsen steigen ab 1. Januar 2020 um 2,6 Prozent und um weitere 1,8 Prozent ab 1. Januar 2021. Für die Monate Oktober bis Dezember 2019 gibt es eine Einmalzahlung von 150 Euro. Die Laufzeit des Entgelt-Tarifvertrags beträgt 23 Monate. Darauf einigten sich die IG Metall und Arbeitgeber in der Nacht zum 26. November.

Hand an Einzelteilen Holz auf Maschine

DGB/dolgachov/123rf.com

Deutlich mehr Geld für Azubis

Neben der Entgeltsteigerung um insgesamt 4,4 Prozent in zwei Stufen, hat die IG Metall ein Extraplus für Auszubildende durchgesetzt. Die Ausbildungsvergütungen steigen somit überproportional zwischen 55 Euro im ersten Ausbildungsjahr (enstpricht 6,51 Prozent mehr) und 100 Euro im vierten Ausbildungsjahr (entspricht 10,3 Prozent mehr). Zudem erhalten die Auszubildenden eine Einmalzahlung für die Monate Oktober bis Dezember von 75 Euro.

Zähe Tarifverhandlungen

Nach insgesamt drei Monaten schwierigen Tarifverhandlungen in der Holz- und Kunststoffindustrie haben sich die IG Metall und die Arbeitgeber schließlich in der dritten Verhandlungsrunde für Niedersachsen/Bremen auf diesen Tarifvertrag geeinigt. In der vorangegangen Tarifverhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber ihr Angebot auf lediglich 1,7 und 1,5 Prozent mehr Geld erhöht, bei deutlich längerer Laufzeit. Über 11.000 Beschäftigte haben daraufhin bundesweit mit Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeberseite ausgeübt - mit Erfolg.

Bundesweit sind über 180.000 Beschäftigte in der Möbelindustrie und der Holz- und Kunststofffertigung beschäftigt. Die Laufzeit des Entgelt-Tarifvertrags beträgt 23 Monate und endet am 31. August 2021.


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