Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2020
Tarifticker

ÖPNV-Warnstreik: Beschäftigte setzen eindrucksvolles Signal für bundesweite Tarifverhandlungen

Die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sind am 29. September 2020 bundesweit in den Warnstreik getreten. Damit wollen sie den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, mit der Gewerkschaft ver.di in Verhandlungen zu einem bundesweiten Rahmentarifvertrag zu treten. In den aufgerufenen Betrieben lag die Streikbeteiligung bei über 90 Prozent.

Rückenseite einer orangenen Warnweste mit der Aufschrift "Wir streiken"

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Im Tarifkonflikt mit bundesweit 130 ÖPNV-Unternehmen will ver.di bundesweit einheitliche Regelungen in Fragen wie Nachwuchsförderung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste erreichen. Seit März fordert die Gewerkschaft hierzu die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrages. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnt diese Verhandlungen ab.

ver.di fordert für die 87.000 Beschäftigten Entlastung und angemessenen Ausgleich für unvermeidbare Belastungen. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie 30 Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden.

Die Gewerkschaft hatte alle Tarifverträge TV Nahverkehr (TV-N) mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) und weitere Firmentarifverträge zum 30. Juni 2020 gekündigt. Bereits am 27. März haben die ver.di-Mitglieder der kommunalen ÖPNV-Betriebe ihre Forderungen für einen bundesweiten Rahmentarifvertrag beschlossen und der Arbeitgeberseite mitgeteilt.

Zur ver.di-Pressemitteilung


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