Deutscher Gewerkschaftsbund

29.08.2019
Tarifticker

Erster Tarifvertrag für LGW-Flugbegleiter

Im Tarifkonflikt um die Vergütung der etwa 200 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) haben sich ver.di und die Geschäftsführung auf einen ersten Tarifvertrag mit deutlichen Gehaltssteigerungen geeinigt. Rückwirkend ab Juli 2019 haben die Beschäftigten Anspruch auf mehr Flugstunden, wodurch das Grundgehalt um 620 Euro steigt.

lächelnde Flugbegleiterin steht vor Flugzeug

DGB/Tyler Olson/123rf.com

Rrückwirkend ab Juli 2019 haben die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter Anspruch auf eine Garantie für monatlich 62 Flugstunden (Blockstunden), wodurch das garantierte Grundgehalt um 620 Euro steigt. Am 1. November 2019 folgt eine Höherstufung in der Gehaltstabelle, mit der es monatlich ca. 100 Euro mehr Geld gibt. Zudem wird eine Mehrflugstundenvergütung eingeführt und eine betriebliche Altersversorgung auf den Weg gebracht. Eine Tagespauschale von 35 Euro für den Einsatz als Kabinenchef, die die UFO abschaffen wollte, konnte durch den ver.di-Tarifvertrag als Zulage weiterhin gesichert werden.

Die LGW hatte im Juni zunächst versucht, mit der UFO e.V. einen Tarifvertrag abzuschließen, der jedoch unwirksam blieb. Dieser hätte außerdem weitgehende Verschlechterungen für einen Großteil der Beschäftigten bedeutet.

Zur Meldung


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Bankgewerbe: Arbeitgeber lehnen Verhandlungen zu ver.di-Forderungen ab
Auch die zweite Tarifrunde für die rund 200.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes blieb am 6. März 2019 ohne Ergebnis. Die Forderung von ver.di nach einer Erhöhung der Gehälter um 6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten wiesen die Arbeitgeber ebenso zurück, wie alle weiteren von ver.di eingebrachten Forderungen. Die Verhandlungen gehen am 11. April weiter. weiterlesen …
Artikel
Papierverarbeitung: Vierte Tarifrunde ohne Ergebnis
Im Tarifkonflikt zwischen ver.di und den Arbeitgebern in der Papierverarbeitung ist die vierte Verhandlungsrunde für die rund 100.000 Beschäftigten der Branche ergebnislos vertagt worden. Größter Streitpunkt ist das weitere Festhalten der Arbeitgeber an den Öffnungsklauseln. Damit könnten die Arbeitgeber die tarifvertraglich vereinbarten Entgeltsteigerungen um sechs Monate nach hinten verschieben. weiterlesen …
Artikel
Cinemaxx: Tarifkonflikt festgefahren, Streiks werden ausgeweitet
Auch die fünfte Verhandlungsrunde am 26. März ist ohne Einigung im Tarifkonflikt mit der Kinokette Cinemaxx geblieben. „Cinemaxx verweigert seinen Beschäftigten eine angemessene Einkommenssteigerung und droht stattdessen mit Personalabbau. Das ist nicht akzeptabel“, sagte ver.di Verhandlungsführer Holm-Andreas Sieradzki. ver.di wird daher mit weiteren Streiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten