Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2019
Tarifticker

Postbank: 90 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen Verhandlungsergebnis zu

In der erneuten Urabstimmung haben 90,28 Prozent der ver.di-Mitglieder dem Verhandlungsergebnis, das die Gewerkschaft ver.di und die Postbank am 10. Oktober 2019 erzielt hatten, zugestimmt. Die Gehälter steigen für die Postbankbeschäftigten ab diesem November um 3 Prozent und ab Januar 2021 um weitere 1,75 Prozent.

Postbankzentrale Berlin

DGB/mikewaters/123rf.com

Für ver.di-Verhandlungsführer Jan Duscheck ist dieses Ergebnis eine überwältigende Zustimmung für die Tarifeinigung, die im Gesamtpaket zu spürbaren Verbesserungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen führt. Dieser Abschluss wurde vor allem durch den Einsatz der vielen Tausenden Beschäftigten erreicht, die sich an den Streiks beteiligt haben, sagt Jan Duschek.

Im Einzelnen steigen die Gehälter ab November 2019 um 3 Prozent. Ab Januar 2021 steigen die Gehälter um weitere 1,75 Prozent. Für Beschäftigte des Postbankfilialvertriebes und der Postbank Direkt erhöhen sich die Gehälter in der zweiten Stufe um mindestens 110 Euro. Jeder Beschäftigte hat ein Wahlrecht, ob die Gehaltserhöhungen in Geld oder in Freizeit realisiert werden. Zudem wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen um zwei Jahre verlängert, er gilt nun bis zum 30. Juni 2023. Die Auszubildenden des Postbank Filialvertriebes bekommen zukünftig 4 Tage mehr Urlaub. Insgesamt wurden die Ausbildungsvergütungen aller Postbankgesellschaften auf das Niveau der Bankenbranche erhöht.

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