Deutscher Gewerkschaftsbund

18.07.2019
Tarifticker

Feinkeramische Industrie West: 4,8 Prozent mehr Geld

Nach zähen Verhandlungen nun der Durchbruch: IG BCE und Arbeitgeber haben in der dritten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt. Für die rund 20.000 Beschäftigten steigen die Einkommen ab dem 1. September bzw. Oktober 2019 um 3,1 Prozent und ab 1. Dezember 2020 bzw. 1. Januar 2021 um weitere 1,7 Prozent. Auszubildende bekommen 50 Euro pro Monat mehr und zum zweiten Termin weitere 30 Euro.

Produktionsregal mit vielen Teller

DGB/ Surachai Kunprayot/123rf.com

Nach zuvor zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden, hat die IG BCE ein ansehnliches Tarifergbnis erzielt. Das Entgelt für die 20.000 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie West steigt ab dem 1. September 2019 bzw. in einigen Betrieben ab dem 1. Oktober um 3,1 Prozent. Zum 1. Dezember 2020 bzw. 1. Januar 2021 steigt das Entgelt um weitere 1,7 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen steigen überproportional. Ab dem ersten Termin bekommen sie 50 Euro pro Monat mehr, ab dem zweiten nochmals 30 Euro. Das liegt deutlich über dem Prozentsatz, um den das Entgelt der übrigen Beschäftigten steigt. Zusätzlich steigt das Urlaubsgeld ab 2020 auf 30 Euro pro Urlaubstag. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31.7. 2021 bzw. 31.8. 2021.

Zu Beginn der Verhandlungsrunde hatte die IG BCE noch einmal richtig Druck gemacht und den Arbeitgebern die Unterschriften von rund 4000 Mitgliedern übergeben, die die Forderung der Tarifkommission unterstützten.

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