Deutscher Gewerkschaftsbund

14.02.2020
Tarifticker

Dritte Verhandlungsrunde Systemgastronomie: Verhandlung ergebnislos abgebrochen – Schlichtung vereinbart

NGG-Vize Adjan: NGG fordert 12 Euro nicht erst am Sankt-Nimmerleins-Tag

Die Tarifverhandlungen zwischen der NGG und dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) sind in der dritten Verhandlung in der Nacht zu Freitag ergebnislos abgebrochen worden. „Die Arbeitgeber haben die Chance verpasst, in freien Verhandlungen das Image der Branche zu verbessern. Ihr Verhalten gegenüber ihren rund 120.000 Beschäftigten ist respektlos und verantwortungslos“, sagte Freddy Adjan, stellvertretender NGG-Vorsitzender.

Diverses Fast-Food wie Burger und Pizza auf einem Holztablett

DGB/dolgachov/123RF.com

„Auch das heutige Angebot liegt nach schwieriger Verhandlung weiterhin nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn“, sagt Adjan. Nach Vorstellung des BdS sollten die Beschäftigten von McDonald’s, Burger King, Starbucks, Nordsee & Co. erst in fünf Jahren, 2024, einen Einstiegslohn von 12 Euro erhalten. „Das ist unverschämt. Damit wollen milliardenschwere Konzerne wie McDonald’s Armutslöhne weiterhin zementieren“, so Verhandlungsführer Adjan. „Die Arbeitgeber haben eine Chance verpasst. Wir sind enttäuscht, dass es aufgrund der Blockade der Arbeitgeber nicht gelungen, ist in freien Verhandlungen armutsfeste Löhne zu vereinbaren.“

NGG und BdS haben am 2. März 2020 eine Schlichtung in München vereinbart, ohne sich einer Friedenspflicht zu unterwerfen.

Hintergrund:

Im Bundesverband der Systemgastronomie (Bds) sind die führenden Unternehmen der Branche wie McDonald’s, Burger King, L’Osteria, Starbucks, Nordsee, Tank und Rast, Autogrill und Pizza Hut organisiert.

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