Deutscher Gewerkschaftsbund

17.09.2018
Digitalisierung

Deutlich mehr in Bildung und Weiterbildung investieren

Eine aktuelle Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeigt: Schon 2025 könnte die Mehrzahl aller anfallenden Arbeitsstunden von Maschinen, Robotern und Künstlicher Intelligenz (KI) erledigt werden. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann forderte in der WELT deutlich mehr Investitionen in Bildung.

Mehrere Menschen vor Computern bei einer Weiterbildung

DGB/Cathy Yeulet/123rf.com

Die WEF-Studie (komplette Studie als PDF in Englisch) analysiert unter anderem, wie viele Unternehmen aufgrund der Digitalisierung vermutlich Arbeitsplätze abbauen werden. Sie zeigt aber auch, in welchen Bereichen der Bedarf nach Fachkräften, trotz oder gerade wegen der Digitalisierung, wachsen wird. Ein Ergebnis: Fast 50 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie bereits bis 2022 Arbeitsplätze abbauen werden – zumindest in den Bereichen, in denen ihre heutigen Beschäftigten arbeiten. Andererseits nennt die WEF-Studie auch Bereiche, in denen der Bedarf an Arbeitskräften deutlich steigen wird: Das sind zum einen Jobs, die digitale Daten verarbeiten (Daten-AnalystInnen, Daten-WissenschaftlerInnen, Software-EntwicklerInnen sowie E-Commerce- und Social-Media-ExpertInnen). Zum anderen seien es Berufe, bei denen "menschliche Fähigkeiten" wie Einfühlungsvermögen und Sprachgewandheit eine große Rolle spielen – zum Beispiel KundenbetreuerInnen, Marketing-SpezialistInnen oder "Innovations-ManagerInnen".

Trotz unterschiedlicher Prognosen – klar ist: "Endlich viel mehr in Bildung investieren"

"Digitalisierung, KI, Robotik haben bereits das Leben und die Arbeit der Menschen verändert – und sie werden es weiter tun", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. "Dafür gibt es unterschiedliche Prognosen. Richtig ist auf jeden Fall: Die Folgen werden nur von den Menschen akzeptiert und toleriert werden, ob als Beschäftigte oder Verbraucher, wenn die Technologie ihnen dient und nicht sie ihr. Zentral ist, was die Forscher jeder Studie fordern: Dass Bildung und Weiterbildung noch viel wichtiger werden als bisher, und hier endlich viel mehr investiert werden muss."


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