Deutscher Gewerkschaftsbund

14.01.2019
Tarifticker

ver.di und IG BCE rufen Beschäftigte im Uniper-Konzern erstmals zu Warnstreiks auf

Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE rufen erstmals in der Unternehmensgeschichte die Beschäftigten des Stromerzeugers Uniper in ganz Deutschland am 15. und 16. Januar 2019 zu Warnstreiks auf. Hintergrund ist der Tarifkonflikt, von dem rund 5.000 Beschäftigte betroffen sind. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 17. Januar 2019 in Düsseldorf statt.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde im Dezember des vergangenen Jahres lediglich eine Erhöhung in 2 Stufen um 1,8 Prozent und ab 2020 um 2,2 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 25 Monaten angeboten. Darüber hinaus soll die erste Erhöhung um 1,8 Prozent statt ab 1. Januar erst ab dem 1. Mai 2019 gelten. „Dieses Angebot ist unzumutbar. Beschäftigte und Auszubildende werden einen Reallohnverlust nicht akzeptieren und haben darüber hinaus ein Recht, auch an dem wirtschaftlichen Wachstum und steigender Produktivität im Uniper Konzern teilzuhaben“, sagte Immo Schlepper, Verhandlungsführer von ver.di.

Die Gewerkschaft ver.di fordert in der aktuellen Tarifrunde, die Vergütungen der Beschäftigten um 6,8 Prozent und die Ausbildungsvergütungen um 160 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten anzuheben.

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