Deutscher Gewerkschaftsbund

14.02.2019
Tarifticker

Tarifverhandlung öffentlicher Dienst der Länder: Bundesweite Warnstreiks

Nach der gescheiterten zweiten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder sind diese Woche tausende Beschäftigte bundesweit auf die Straße gegangen, um für ihre Tarifforderungen zu demonstrieren. Die Größte Demo fand in Berlin statt. Rund 12.000 Tarifbeschäftigte haben dort am Mittwoch den Betrieb vieler Schulen und Kitas lahmgelegt und haben vor dem Brandenburger Tor demonstriert.

Mit einem ganztägigen Streik haben rund 12.000 Tarifbeschäftigte in Berlin am Mittwoch den Betrieb vieler Schulen und Kitas lahmgelegt. Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie Hochschulbeschäftigte zogen demonstrierend vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. „Nachdem die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt haben, blieb uns keine andere Wahl, als eine andere Gangart einzulegen“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann. Erstmals in dieser Tarifrunde waren alle Angestellten des Landes zum gemeinsamen Warnstreik aufgerufen.

In Leipzig haben zu Beginn der dreitägigen Warnstreiks rund 3.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes die Arbeit ruhen lassen und sind zu einer Kundgebung auf den Richard-Wagner-Platz gezogen.

In NRW und Niedersachsen haben mehr als 1.300 Beschäftigte ihrem Unmut über die bisher nur schleppend verlaufenden Tarifverhandlungen Luft gemacht. In Köln, Bonn und Aachen beteiligten sich rund 800 Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter an gewerkschaftlichen Streikkundgebungen. In Niedersachsen zogen allein durch Hannover rund 500 Menschen.

Die Gewerkschaften ver.di, GdP, GEW und IG BAU wollen mit den Warnstreiks weiterhin den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Sie fordern sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 €.

Zur Meldung in Berlin

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