Deutscher Gewerkschaftsbund

26.08.2020

Unser Livestream zum Antikriegstag 2020

2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Deutschlands vom Faschismus zum 75. Mal. Der Antikriegstag ist in diesem Jahr deshalb ein ganz besonderer Termin. Der DGB hat gemeinsam mit dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di (VS) und ver.di ein Livestream-Programm zum Antikriegstag zusammengestellt - mit Kulturprogramm, Interviews und Gesprächen.

Die Aufzeichnung des Livestreams: Hier noch einmal ansehen

Direkt zu bestimmten Programmpunkten springen

Die Programmankündigung

Das Programm des Livestreams

Unter anderem werden im Livestream KünstlerInnen Texte rund um die Themen Krieg und Frieden vortragen. Schriftsteller Leander Sukov, Vizepräsident von PEN-Deutschland, trägt etwa die "Todesfuge" von Paul Celan vor. Schriftsteller Leonhard F. Seidl liest "An die Nachgeborenen" von Berthold Brecht und die Slam-Poetin Kübra Böler interpretiert "Drei Minuten Gehör" von Kurt Tucholsky. Auch Spoken-Word-Performerin Tanasgol Sabbagh wird einen Text vortragen.

75 Jahre Atombombenabwurf auf Hiroshima

2020 jährte sich der Atombombenabwurf auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki zum 75. Mal - auch daran erinnert der Livestream zum Antikriegstag: unter anderem mit einer Solidaritätsbotschaft des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann an den japanischen Gewerkschaftsbund RENGO und einem Interview mit Dr. Alex Rosen, Vorsitzender der Internationalen Ärzte für Verhütung des Atomkriegs.

Mit dabei: Comedian und Musiker Tommy Krappweis

Außerdem gibt's im Livestream auch ein Interview mit dem Comedian und Musiker Tommy Krappweis und ein Interview mit Anna Kasparyan von der DGB-Jugend zum Offenen Brief der DGB-Jugend zur Situation von Geflüchteten auf den griechischen Inseln.

Tommy Krappweis

Comedian und Musiker Tommy Krappweis Wikimedia/Superbass (CC BY-SA 3.0)

Eure Statements

Im Vorfeld des Antikriegstags hatten wir euch aufgerufen, uns eure Statements zum Antikriegstag zu schicken. Viele Zusendungen haben uns erreicht, darunter viele Gedichte - vielen Dank dafür. Eine Auswahl möchten wir euch hier gerne präsentieren.

  • "Krieg ist das Versagen von Menschlichkeit und Politik"

    "Krieg ist das Ende von Diplomatie. Es ist für mich das Versagen von Menschlichkeit und Politik. Es führt unter den Menschen, die den Krieg nicht wollen, zu unsagbarem Leid. Krieg zerstört Flora und Fauna, er zerstört Menschen und er zerstört die Bemühungen um eine friedliche, gerechte und saubere Welt. Und er zerstört den Glauben an gerechter Politik für die Menschen."

    Olaf Perau

  • "Das wichtigste ist Frieden auf der ganzen Welt"

    Für mich wichtig:

    Bezahlbare Mieten 

    Renten die zum Leben reichen 

    keine Besteuerung der Rente 

    Mindestlohn der zum Leben reicht 

    Rüstungsetat kürzen dafür 

    Investition in Bildung vom 

    Kindergarten bis zur Erwachsenbildung

    Aber das Wichtigste ist 

    FRIEDEN AUF DER GANZEN WELT

    Petra Prüfer

  • Gedicht "Lindenhorst"

    Lindhorst

    Auf Heidesand im Lindenwald
    Feldsteinhöfe und Scheunen,
    Klinkerbauten und Fachwerk,
    ein paar Gründerzeithäuser und
    mittendrin die Backsteinkirche
    mit dem Kriegerdenkmal.
    Hinter den Linden baut das Heer
    die Stadt für den Häuserkampf
    in arabischen Städten
    und wer weiß, wo sonst auf der Welt ...
    Über der Dorfstraße surren Maikäfer
    in die Dämmerung.

    Gedicht von Renate Sattler

  • Gedicht "Denkfehler"

    Denkfehler

    Manche sagen

    ich mach mir

    ein gutes Leben

    bis es knallt.

    Das kann

    ein kurzes Vergnügen

    werden

    Gedicht von Ulrich Straeter

  • Gedicht ohne Titel

    Ihr liegt in Euren Hängematten

    friedlich

    und von den Sonnenbrillen springt Euch

    die Welt als Wochenend          froschgrün

    und freut Euch wie blank

    das Gedächtnis ist und fragt uns

    wozu dies Stochern und

    seid doch mal ein bisschen fröhlich

    genießt Euer bisschen wer

    weiß wann's anders kommt und

    schon darum

     

    Aber ich habe Euch gesehen

    des Nachts wenn plötzlich die Sirene ging

    und Ihr herumfuhrt im Schlaf

    und die Erinnerung stak Euch

    wie eine Wunde im Rücken

                  Da sprangen plötzlich

                  durch Eure Gesichter

    Lawinen aus brennendem Schnee

                  und eine Spur aus Salz

    troff schwer über Eure Lippen

     

    Fordert keine Hymnen mehr

                  zu eifrig

    habt Ihr stets den

    Statuen geopfert   leiser

    wird freundlicher sein

    Gedicht ohne Titel von Uwe Friesel

  • Gedicht "Friedenspflicht"

    Friedenspflicht

    wir

    müssen unseren kindern

    den frieden erklären

     

    damit sie

    nie anderen

    den krieg erklären

    Gedicht von Volker Erhradt

  • Gedicht "Keinen Krieg!"

    Keinen Krieg!

    Die Deutschen wollen keinen Krieg,
    glaub’s mir, sie wolln in Frieden leben,
    die Alten wissen noch vom „Endsieg“,
    von Breslau, Berlin und Stalingrad,
    vom Lied: Ich hatt‘ nen Kamerad‘,
    von Millionen Toten, Invaliden,
    von Witwen, Waisen und von Briefen,
    in denen stand:
    Gefallen auf dem Feld der Ehre
    für Führer, Volk und Vaterland.
    Sie kennen noch die Leere,
    wie Stimmen nachts nach ihnen riefen
    von irgendwo in „Feindesland“,
    dort aus der Gräber Tiefen.

    Die Russen, auch sie wolln keinen Krieg,
    auch sie wolln friedlich leben,
    sie brauchen weder Streit noch Sieg,
    unsern Vätern haben sie vergeben.
    Die Jungen auch sie, wolln keinen Krieg,
    sie wollen keine Heuchelei,
    keine Hetze, kein Hurrageschrei,
    kein Morden, keine Metzelei,
    keinen Krieg, sie wollen Frieden!
    Glaub’s mir, sie haben sich entschieden!
    Und auch die Russen wollen Frieden.

    Gedicht von Wolfgang Bittner


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