Deutscher Gewerkschaftsbund

30.10.2019
Tarifticker

Über 3300 Beschäftigte im Warnstreik

Tarifrunde Holz- und Kunststoffindustrie 2019

Weiterhin keine Annäherung in den Tarifverhandlungen für die Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie. In der vergangenen Woche haben über 3300 Beschäftigte in Baden-Württemberg gestreikt und für ihre Forderungen Druck gemacht. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Geld und ein Extraplus für Auszubildende.

Rückenseite einer orangenen Warnweste mit der Aufschrift "Wir streiken"

DGB

In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert die IG Metall für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen der IG Metall ab, ohne jedoch bisher ein eigenes Angebot abzugeben.

In der vergangenen Woche machten bereits über 3300 Beschäftigte in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Baden-Württemberg mit Warnstreiks Druck. Dort ist die sogenannte Friedenspflicht bereits am 1. Oktober abgelaufen. Seitdem sind dort Arbeitskampf-Maßnahmen zulässig.

In anderen Tarifgebieten läuft die Friedenspflicht noch bis zum 11. November. Ab dem 12. November sind bundesweit Warnstreiks geplant, mit dem Schwerpunkt auf dem 13. November.

Bisher gab es Warnstreiks unter anderem bei den Caravanherstellern Hymer in Bad Waldsee, Bürstner in Kehl, Carthago in Aulendorf und Dethleffs in Isny, bei Waldner Laboreinrichtungen in Wangen, bei Rauch Möbelwerke in Freudenberg, bei RUF-Betten in Rastatt, bei Gardena in Heuchlingen und bei Martin Staud in Bad Saulgau.

Die nächste Tarifverhandlung findet 4. November in Baden-Württemberg statt.

Zur Meldung


Nach oben

Themenverwandte Beiträge

Artikel
4,9 Prozent mehr Geld in der Bettwarenindustrie
Ab November erhalten gewerbliche Beschäftigte der Bettwarenindustrie 2,6 Prozent mehr Geld, weitere 2,3 Prozent ab Dezember 2020. Das haben die IG Metall und der Arbeitgeberverband ausgehandelt. Für die Monate Mai bis Oktober gibt es 300 Euro und auch das Urlaubsgeld erhöht sich. Das Verhandlungsergebnis ent-spricht somit dem Textil-Abschluss im Westen. weiterlesen …
Artikel
Stahl-Tarifrunde 2019: 3,7 Prozent mehr Geld für die ostdeutschen Stahlarbeiter
IG Metall und Arbeitgeber der ostdeutschen Stahlindustrie haben das Tarifergebnis für die Stahlbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen übernommen. Somit erhalten die rund 8.000 Stahl-Beschäftigten im Osten ebenfalls 3,7 Prozent mehr Geld. Dazu kommt eine zusätzliche Vergütung von jährlich 1000 Euro, die in freie Tage umgewandelt werden kann. weiterlesen …
Artikel
Westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie: IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld
Am 6. Dezember 2018 startet die Tarifrunde für die Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. Die IG Metall fordert neben 5,5 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von zwölf Monaten einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit mit besseren Konditionen für die etwa 50.000 tarifgebundenen Beschäftigten in der Branche. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten