Deutscher Gewerkschaftsbund

22.09.2020
Tarifticker

ÖPNV-Tarifkonflikt: Arbeitgeber lehnen bundesweite Verhandlungen ab

ver.di bereitet sich auf großflächige Streikmaßnahmen vor

Am vergangenen Wochenende hat sich die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) gegen die Verhandlung eines bundesweiten Rahmentarifvertrags für die Beschäftigten des ÖPNV ausgesprochen. ver.di will für die bundesweit 130 ÖPNV-Unternehmen einheitliche Regelungen zur Nachwuchsförderung sowie den Ausgleich von Überstunden und Zulagen für Schichtdienste erreichen. Nun drohen Streiks.

Weißer Lininienbus

DGB/Yuri Bizgajmer/123rf.com

Seit März 2020 fordert ver.di Verhandlungen zu einem bundesweiten Rahmentarifvertrag. Nach langer interner Diskussion hat sich die VKA nun gegen Verhandlungen ausgesprochen. ver.di fordert für die 87.000 Beschäftigten Entlastung und angemessenen Ausgleich für unvermeidbare Belastungen. Darüber hinaus soll die Ungleichbehandlung in den Bundesländern beendet und zentrale Regelungen wie Urlaubstage oder Sonderzahlungen künftig bundesweit vereinheitlicht werden.

Die Gewerkschaft hatte alle Tarifverträge TV Nahverkehr (TV-N) mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) und weitere Firmentarifverträge zum 30. Juni 2020 gekündigt. Bereits am 27. März haben die ver.di-Mitglieder der kommunalen ÖPNV-Betriebe ihre Forderungen für einen bundesweiten Rahmentarifvertrag beschlossen und der Arbeitgeberseite mitgeteilt.

Am kommenden Freitag, dem 25. September 2020, wird ver.di über die geplanten Streikmaßnahmen informieren.

Zur ver.di-Pressemeldung


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