Deutscher Gewerkschaftsbund

17.02.2020
Tarifticker

Tarifrunde Textile Dienste 2020: Warnstreiks drohen

Auch die zweite Tarifverhandlung für die Textilen Dienste endete am 14. Februar 2020 ohne Ergebnis. Für die Reduzierung der Arbeitszeit auf 37 Stunden verlangten die Arbeitgeber einen Verzicht auf angemessene Lohnerhöhungen. Neben der Arbeitszeitverkürzung und fünf Prozent mehr Geld will die IG Metall auch eine Fortführung und Verbesserung der Altersteilzeit. Nun drohen Streiks.

blonde Frau steht mit einem gefalteten Bettlacken vor einem Regal mit Bettwaren

DGB/Iakov Filimonov/123rf.com

Die IG Metall fordert in den laufen Tarifverhandlungen fünf Prozent mehr Geld, eine bessere Altersteilzeit und Schritte zur Angleichung Ost-West. Bis zum 29. Februar versucht die Gewerkschaft noch eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. Danach endet die Friedenspflicht und ab dem 1. März sind Warnstreiks möglich.

Die Arbeitgeber drohten indes gar mit der Auflösung ihres Arbeitgeberverbands intex, wenn es zu keiner Einigung kommt. Der Arbeitgeberverband intex verweist auf die Billigkonkurrenz in der Textilen Branche. Etwa die Hälfte der Konkurrenten wendet die Tarifverträge des DHV an, der mit dem Deutschen Textilreinigungs-Verband e.V (DTV) Tarifverträge abschließt. Die tarifliche Bezahlung von DHV und DTV liegt etwa 20 Prozent untern den Intex-IG Metall-Tarifen. Das Arbeitsgericht Hamburg stufte den DHV 2015 als nichttariffähig ein und bezeichnete dessen Tarifverträge als „Gefälligkeitstarifverträge“.

Zur Meldung der IG Metall


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